| ROUNDUP: Goldpreis zieht an - China-Nachfrage und Sorge um US-Wirtschaft |
| 10.11.2025 13:55:00 |
Der Goldpreis ist am
Montag mit einem kräftigen Preissprung in die Handelswoche
gestartet. Im Mittagshandel stieg die Notierung an der Börse in
London deutlich über die Marke von 4.000 US-Dollar. Eine Feinunze
(etwa 31,1 Gramm) wurde zu 4.095 Dollar gehandelt. Das sind etwa 94
Dollar mehr als am Freitag und der höchste Stand seit zwei Wochen.
Nachdem sich der Goldpreis in den vergangenen Handelstagen in einer
vergleichsweise engen Handelsspanne bewegt hatte, ist der aktuelle
Anstieg der erste größere Preissprung seit dem Rekordhoch, das am
20. Oktober bei 4.381 Dollar je Unze erreicht worden war. Am Markt
wurde der Preissprung unter anderem mit schwachen US-Konjunkturdaten
erklärt.
Zuletzt hatte sich das Konsumklima in der größten Volkswirtschaft
der Welt unerwartet stark verschlechtert. Ein von der Universität
Michigan erhobener Indikator für die Konsumlaune im November ist
spürbar gefallen, wie aus Daten vom Freitag hervorgeht. Mit den
enttäuschenden Konjunkturdaten verstärken sich an den Finanzmärkten
die Spekulation auf weiter sinkende US-Zinsen. Da Gold keine
Marktzinsen abwirft, sorgen dies für eine stärkere Nachfrage nach
dem Edelmetall.
Darüber hinaus erklärten Experten der Dekabank den Preissprung auch
mit jüngsten Goldkäufen durch die chinesische Notenbank. Wie aus
Daten vom Freitag hervorgeht, hat die Zentralbank der zweitgrößten
Volkswirtschaft der Welt ihre Goldreserven im Oktober weiter
aufgestockt. Bereits in den Monaten zuvor galten Goldkäufe von
Notenbanken, die sich unabhängiger vom US-Dollar machen wollen, als
starker Treiber der Nachfrage.
Meldungen über ein mögliches Ende des Teilstillstands der
Regierungsgeschäfte in den USA konnten den Goldpreis nicht bremsen.
Der US-Senat hatte am späten Sonntagabend (Ortszeit) mit Stimmen der
Demokraten dafür votiert, über einen aus dem Repräsentantenhaus
stammenden Übergangsetat zu beraten. Damit ist eine erste wichtige
Hürde im Parlament zur Beendigung des längsten Shutdowns in der
Geschichte der Vereinigten Staaten überwunden.
"In den USA konnten zwar eine Annäherung im Budgetstreit erzielt
werden, noch setzt sich der Regierungsstillstand aber fort", heißt
es in einer Einschätzung von Experten der Landesbank
Hessen-Thüringen. Die finalen Abstimmungen lassen auf sich warten
und wichtige Veröffentlichungen von US-Konjunkturdaten, die von
staatlichen Behörden ermittelt werden, stehen weiterhin nicht auf
dem Programm./jkr/jsl/mis
AXC0148 2025-11-10/13:55
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Autor: - dpa-AFX
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