| Contitech kündigt Stellenabbau an |
| 24.11.2025 14:37:00 |
Der Autozulieferer Continental
kündigt einen Stellenabbau bei seiner Kunststofftechnik-Tochter
Contitech an. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, sollen von
2028 an jährlich 150 Millionen Euro eingespart werden, insbesondere
in der Verwaltung, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens
heißt. Dafür würden vom kommenden Jahr an Tätigkeiten verlagert,
Stellen abgebaut und Abläufe angepasst.
"Die genaue Zahl der abzubauenden Stellen in Deutschland sowie die
Art der Umsetzung hängen von der Ausgestaltung der Maßnahmen in
Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern ab", teilte Continental mit.
Ein Großteil der geplanten Veränderungen entfalle auf die in
Hannover ansässigen Bereiche von Contitech.
Ein Teil der betroffenen Tätigkeiten solle dabei in Länder "mit
wettbewerbsfähigen Kostenstrukturen" verlagert werden. Das
Unternehmen plane, die Maßnahmen "so sozialverantwortlich wie
möglich" zu gestalten.
Abspaltung im kommenden Jahr geplant
Continental will sich nach der Abspaltung seiner Autosparte Aumovio
im kommenden Jahr auch von Contitech trennen. Im
Konzern verbleiben soll nur das angestammte Reifengeschäft, auf das
rund ein Drittel des bisherigen Konzernumsatzes entfällt.
Die Anpassung der Kostenstruktur sei davon aber unabhängig, sagte
Philip Nelles, Mitglied des Continental-Vorstands und Leiter von
Contitech: "Für unsere nachhaltige Zukunftsfähigkeit ist ein
wettbewerbsfähiges Kostenniveau erforderlich, ganz gleich unter
welcher Eigentümerschaft."
IGBCE: "Wir sind es leid"
Die Gewerkschaft IGBCE sprach dagegen davon, dass die Zerschlagung
des Continental-Konzerns neue Opfer fordere. "Continental
präsentiert Kahlschläge mittlerweile nahezu im Monatstakt", sagte
Francesco Grioli, Mitglied im geschäftsführenden IGBCE-Hauptvorstand
wie auch im Conti-Aufsichtsrat.
"Wir sind es leid, immer neue Geschichten von schwierigen
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgetischt zu bekommen", sagte
Grioli. "Was der Vorstand dabei regelmäßig unterschlägt, ist, dass
ein großer Teil der Einschnitte allein auf die Filetierung und
Selbstverzwergung eines Traditionskonzerns zurückzuführen ist."
Bereits im Januar hatte Contitech Werkschließungen in vier
Bundesländern angekündigt. Davon waren nach Unternehmensangaben rund
580 Arbeitsplätze in Bad Blankenburg (Thüringen), Stolzenau
(Niedersachsen) und Moers (Nordrhein-Westfalen) sowie am
Doppelstandort Frohburg und Geithain (Sachsen) betroffen. Zudem
sollten die Aktivitäten am Standort Hamburg verkleinert und eine
Produktionslinie in Hannover an einen anderen Standort verlagert
werden./cwe/DP/stw
ISIN DE0005439004 DE000AUM0V10
AXC0173 2025-11-24/14:37
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Autor: - dpa-AFX
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