| Ost-Länder wollen gemeinsam Wasserstoffnetz entwickeln |
| 28.11.2025 16:52:00 |
Die ostdeutschen Bundesländer wollen
gemeinsam ein Verteilnetz entwickeln, das Kommunen, Industrie und
Gewerbe den Zugang zu Wasserstoff ermöglicht. Eine entsprechende
Studie soll dafür die Grundlage liefern, teilte das
Umweltministerium in Thüringen mit. Der Freistaat hat zurzeit den
Vorsitz in der gemeinsam von den Ost-Ländern gegründeten Initiative
für Wasserstoff in Ostdeutschland (IWO).
Demnach solle die Studie einerseits Erzeugungspotentiale in den
ostdeutschen Ländern identifizieren, aber auch darstellen, wie die
Region am besten von dem geplanten überregionalen
Wasserstoff-Kernnetz profitieren kann, das bis 2032 entstehen soll.
Im Oktober 2024 hatte die Bundesnetzagentur ein solches bundesweites
Netz als Grundlage für den überregionalen Wasserstofftransport
genehmigt.
In Erfurt fertigt die österreichische Andritz AG Elektrolyseure für
die Produktion von grünem Wasserstoff - etwa für eine
100-Megawatt-Wasserstoffanlage der Salzgitter AG zur
CO2-armen Stahlproduktion. Ostdeutschland als Ganzes habe viel
Potenzial beim Thema Wasserstoff, glaubt Thüringens Energieminister
Tilo Kummer. "Wir brauchen allerdings passende politische
Rahmenbedingungen, damit es hier vorwärtsgeht", so der
BSW-Politiker. Dafür müsse etwa der Netzanschluss von
Elektrolyseuren vereinfacht werden, um Planungs- und
Investitionssicherheit für Unternehmen zu verbessern.
Dafür wollen die Mitgliedsländer der IWO ihre Lobbyarbeit
intensivieren: In Leipzig soll demnach im kommenden Jahr eine
Kongressreihe zum Thema Wasserstoff mit Fokus auf den Osten
Deutschlands initiiert werden. Anfang des kommenden Jahres sei zudem
eine Veranstaltung in Brüssel geplant.
Die IWO wurde im März 2024 von den sechs ostdeutschen Ländern
gegründet. Nach einem Jahr unter der Führung Thüringens geht der
Vorsitz turnusmäßig ab Dezember nach Berlin./mse/DP/zb
ISIN DE0006202005 AT0000730007
AXC0212 2025-11-28/16:52
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Autor: - dpa-AFX
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