| ROUNDUP/Verband: Politik kann E-Auto-Nachfrage deutlich ankurbeln |
| 03.12.2025 14:09:00 |
Der Verband der Internationalen
Kraftfahrzeughersteller (VDIK) rechnet auch für das kommende Jahr
mit einer steigenden Nachfrage nach neuen Elektroautos. Unter
bestimmten politischen Voraussetzungen könnten 2025 laut der
Prognose des Branchenverbands rund 740.000 neue Elektroautos (BEV)
zugelassen werden. Das wären fast 30 Prozent mehr Batterie-Pkw als
in diesem Jahr und rund ein Viertel aller Neuzulassungen.
"Unsere Vorhersage beruht auf der Annahme, dass die geplante
Unterstützung der Bundesregierung für private E-Auto-Kunden
rückwirkend zum Jahresbeginn 2026 startet", betonte VDIK-Präsidentin
Imelda Labbé. Gleichzeitig müssten wettbewerbsfähige Strompreise
geschaffen werden sowie der Hochlauf der Ladeinfrastruktur
weitergehen.
Mindestens 12,3 Prozent mehr E-Autos
Fielen diese politischen Voraussagen weg, fiele das Wachstum bei den
elektrischen Neuzulassungen deutlich geringer aus. Der Verband
prognostiziert im ungünstigsten Fall rund 640.000 neue BEV, was
einer Zunahme von 12,3 Prozent im Vergleich zu 2025 entspräche sowie
einem Anteil am Gesamtabsatz von rund 22 Prozent.
Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit etwa 570.000 neuen
reinen Elektroautos, gut 50 Prozent mehr als 2024. Rund jede fünfte
Neuzulassung hätte damit einen Batterieantrieb.
Allein rund 55.749 reine BEV wurden im November neu zugelassen, wie
das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte. Das waren demnach etwa
58,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Batterie-Pkw kamen damit
auf einen Anteil an den gesamten Neuzulassungen von mehr als 22
Prozent.
Schwaches Vorjahresniveau verzerrt Hochlauf
Ein Grund für den hohen Anstieg ist allerdings das schwache
Vorjahresniveau: Die Nachfrage nach Elektroautos ist 2024
eingebrochen, weil infolge der Haushaltskrise eine Kaufprämie der
Bundesregierung kurzfristig gestrichen wurde.
Auch deshalb sehen Fachleute trotz der steigenden Zahlen bei der
Elektromobilität noch keine Trendwende. "Das aktuell starke Wachstum
auf dem E-Auto-Markt gleicht nur den Absatzeinbruch des Jahres 2024
aus", teilte etwa Constantin Gall von der Beratungsgesellschaft EY
mit. "Damit entwickelt sich der Absatz von Elektroautos massiv
schlechter als von der Industrie und der Politik ursprünglich
erwartet." Der erhoffte echte Hochlauf der E-Mobilität in
Deutschland lasse weiter auf sich warten.
Verbrenner-Aus soll überprüft werden
Mit diesem Argument macht sich die Autobranche schon länger für eine
Aufweichung des sogenannten Verbrenner-Aus' auf europäischer Ebene
ab 2035 stark. Die EU-Verordnung sieht vor, dass ab jenem Jahr nur
noch reine Elektroautos in Europa neu zugelassen werden dürfen.
Noch in diesem Jahr könnte die Vorgabe indes überprüft werden.
Vergangene Woche hat die Koalition vereinbart, sich dafür
einzusetzen, bestimmte Misch-Antriebsarten von der Regelung
auszunehmen. Gleichzeitig will die Regierung eine Förderung für
private E-Autokäufe wieder einführen, um die Nachfrage anzukurbeln.
Davon könnten ebenfalls nicht-reine Elektroautos wie Plug-in-Hybride
profitieren, was Umweltverbände kritisieren. Branchenverbände wie
der VDIK bewerten solche Antriebe aber weiterhin als eine wichtige
Brückentechnologie in den nächsten Jahren.
Haushalte mit bis zu 80.000 Euro zu versteuerndem Einkommen
profitieren
Von der Förderung sollen den Plänen der Regierung zufolge Haushalte
mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 80.000 Euro
profitieren, je Kind 5.000 Euro mehr. Es solle eine Basisförderung
von 3.000 Euro festgelegt werden, die für die ersten beiden Kinder
um je 500 Euro steige, hieß es.
Der VDIK schätzt, dass mit den richtigen Rahmenbedingungen im
kommenden Jahr die Zahl aller Neuzulassungen um 2,5 Prozent auf 2,9
Millionen Fahrzeuge steigen wird - getrieben durch das starke
Wachstum bei E-Autos./maa/DP/nas
ISIN DE0005190003 DE0007100000 DE0007664039 NL00150001Q9 DE000PAG9113
AXC0192 2025-12-03/14:09
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Autor: - dpa-AFX
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