| Bundeswehr und Israels Militär planen engeren Austausch |
| 20.02.2026 16:05:00 |
Die Bundeswehr und Israels Armee streben eine
engere Zusammenarbeit an. Ziel sei "die Weiterentwicklung des
Heeres", sagte der Inspekteur des Heeres, Christian Freuding, bei
einem Besuch in Israel. Der Austausch mit der israelischen Armee
soll der Bundeswehr demnach unter anderem dabei helfen, Frauen ins
Militär zu integrieren. Israel ist eines der wenigen Länder
weltweit, in denen auch für Frauen eine Wehrpflicht gilt. Immer mehr
Soldatinnen dienen in der israelischen Armee auch in Kampfeinheiten.
Vorbild auch bei Reservedienst
Die Bundeswehr will laut dem Generalleutnant auch über die Bedeutung
von Reservesoldaten Erkenntnisse gewinnen. Der jüdische Staat ist
vor allem in Krisenzeiten sehr auf seine Reservisten angewiesen. Für
den Gaza-Krieg mobilisierte die israelische Armee Hunderttausende
von ihnen.
Wegen der Bedrohung durch Russland will die Bundeswehr neben der
Zahl der aktiven Soldaten auch die Zahl ihrer Reservisten der
Bundeswehr deutlich steigern. Insgesamt gebraucht werden 460.000
Soldaten, rund 260.000 in der stehenden Truppe und 200.000
Reservisten. Derzeit gibt es mehr als 180.000 aktive Soldaten und
laut Jahresbericht der Wehrbeauftragten rund 50.000 Reservisten.
Engere Zusammenarbeit bei der Ausbildung
Die Armeen beider Länder wollen sich laut Freuding außerdem über
Richtlinien bei Einsätzen austauschen. Zudem ist eine engere
Zusammenarbeit bei der Ausbildung sowie bei Übungen geplant. "Wir
werden durch Austauschprogramme für Soldatinnen und Soldaten die
deutsch-israelische Freundschaft weiter festigen", sagte der
Generalleutnant am Dienstagabend. Eine gemeinsame Übung sei im
Herbst geplant.
Eine kürzlich beschlossene "Vereinbarung zwischen dem israelischen
und dem deutschen Heer" sei "die erste ihrer Art", so Freuding. Sie
bekräftigt seinen Angaben zufolge auch das Versprechen Deutschlands,
für das Existenzrecht und die Sicherheit Israels
einzutreten./cir/DP/men
AXC0171 2026-02-20/16:05
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Autor: - dpa-AFX
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