| Iran: Kein Ultimatum seitens der USA im Atomstreit |
| 20.02.2026 16:21:00 |
Irans Außenminister weist ein
angebliches US-Ultimatum im Atomstreit zurück und zeigt sich
zuversichtlich, dass beide Seiten zu einem diplomatischen Abkommen
finden werden. "Es gibt überhaupt kein Ultimatum und wir sprechen
lediglich über ein schnelles Abkommen, an dem beide Seiten
interessiert sind", sagte Abbas Araghtschi in einem Interview des
US-Senders MS NOW.
Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump eine Frist für ein
Abkommen mit dem Iran genannt und 10 bis 15 Tage als ausreichend
bewertet. Das sei "so ziemlich das Maximum". Zugleich drohte er:
"Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie
bedauerlich." Kurz zuvor hatte Trump bereits gewarnt, die Welt werde
"wahrscheinlich in den nächsten zehn Tagen herausfinden", in welche
Richtung es mit dem Iran gehen werde.
Teheran will Entwurf vorbereiten
Araghtschi bezeichnete die jüngsten Gespräche in Genf mit dem
US-Sondergesandten Steve Witkoff sowie Trumps Schwiegersohn Jared
Kushner nun als "sehr gut". Seinen Angaben zufolge einigten sich
beide Seiten in Genf auf "Leitprinzipien" sowie auf Grundzüge für
die Ausgestaltung eines Abkommens. Teheran werde nun einen Entwurf
vorbereiten, der beim nächsten Treffen geprüft werden soll. Der
schwierige Teil der Verhandlungen bestehe lediglich darin,
sicherzustellen, dass das Abkommen für beide Seiten fair,
vorteilhaft und gerecht ausfalle, so der iranische Chefdiplomat.
Er wies Berichte zurück, wonach die USA vom Iran eine vollständige
Aussetzung der Urananreicherung forderten. "Die USA haben keine
Nullanreicherung verlangt", sagte Araghtschi. Zur Debatte stehe
lediglich, dass die Anreicherung - und damit das iranische
Atomprogramm - friedlich sei und bleibe. Im Gegenzug fordere der
Iran die Aufhebung der Sanktionen, so der Minister.
Bei den Verhandlungen geht es um Irans umstrittenes Atomprogramm.
Die USA wollen verhindern, dass die Islamische Republik in den
Besitz von Atomwaffen gelangt. Teheran beteuert, das Atomprogramm
diene zivilen Zwecken, nicht der Entwicklung von
Atomwaffen./str/DP/men
AXC0176 2026-02-20/16:21
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Autor: - dpa-AFX
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