| Airbnb und Tourismusverband planen Fonds für ländliche Räume |
| 04.03.2026 06:07:00 |
Mit einem Fonds in Höhe von einer Million Euro
wollen die Buchungsplattform Airbnb und der Deutsche
Tourismusverband (DTV) Tourismus-Projekte in ländlichen Regionen
unterstützen. "Wir sehen einen grundsätzlichen Trend hin zu
Reisezielen abseits der großen Städte", sagte Airbnb-Mitgründer
Nathan Blecharczyk der Deutschen Presse-Agentur.
Immer mehr Menschen wollten in die Natur. "60 Prozent aller
Airbnb-Aufenthalte in Europa finden inzwischen außerhalb von urbanen
Regionen statt. Wir sehen da einen starken Anstieg in der
Nachfrage", betonte Blecharczyk.
Mit dem Fonds sollen deshalb Projekte etwa von
Tourismus-Organisationen oder lokalen Unternehmen auf dem Land
unterstützt werden. Pro ausgewähltem Vorhaben stehen bis zu 100.000
Euro zur Verfügung. Bewerbungen werden zwischen Juni und Mitte
September entgegengenommen. Ziel sei es, Reisen in weniger
frequentierte Regionen zu fördern.
Fonds auch in anderen europäischen Ländern
"Wir haben solche Initiativen bereits in anderen europäischen
Ländern gestartet", betonte der Airbnb-Manager und verwies unter
anderem auf Spanien, Frankreich sowie Großbritannien.
In vielen ländlichen Gegenden sei der Tourismus bislang
unterentwickelt. Es gebe kaum Hotels oder Unterkünfte. Viele
kleinere Städte und Gemeinden kämen deshalb mit
Unterstützungsanfragen auf Airbnb zu. Die Buchungsplattform bringe
dabei auch mit Blick auf mögliche Regulierungen Erfahrung aus den
großen Städten mit. "Wir haben es grundsätzlich immer unterstützt,
wenn Städte verhältnismäßige entwickeln und wir möchten mit Städten
zusammenarbeiten", betonte der Mitgründer.
Airbnb und andere Buchungsplattformen stehen insbesondere in
Ballungsräumen in der Kritik, den Wohnraummangel zu verschärfen,
weil Privatpersonen ihre Wohnungen lieber teurer an Kurzurlauber
vermieten, als sie auf dem Mietwohnungsmarkt anzubieten.
Droht eine solche Entwicklung auch auf dem Land? Blecharczyk weist
diese Bedenken zurück. "Viele der ländlichen Reiseziele begrüßen
Tourismus", sagt er und verweist zudem auf die Zusammenarbeit mit
dem DTV. Der neue Fokus biete darüber hinaus die Möglichkeit,
Tourismus besser auszubalancieren./maa/DP/zb
ISIN US0090661010
AXC0045 2026-03-04/06:07
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Autor: - dpa-AFX
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