| dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 17.04.2026 - 17.00 Uhr |
| 17.04.2026 17:05:00 |
ROUNDUP: Iran öffnet Straße von Hormus - USA bleiben bei Blockade
TEHERAN - Nach wochenlanger Blockade wegen des Iran-Kriegs will die
Staatsführung in Teheran die Straße von Hormus wieder für die
Durchfahrt von Öltankern und Handelsschiffen öffnen. Umgekehrt will
die USA aber ihre eigene Seeblockade aufrechterhalten, die nur
Schiffe mit einem Start- oder Zielhafen im Iran betrifft, wie
Präsident Donald Trump betonte.
Trump: USA verbieten Israel weitere Angriffe auf Libanon
WASHINGTON - Israel wird nach Angaben von Präsident Donald Trump
nicht mehr den Libanon angreifen. "Es ist ihnen von den USA
VERBOTEN. Es reicht jetzt!!!", schrieb er auf seiner Plattform Truth
Social. Am Donnerstag hatte Trump eine zehntägige Waffenruhe im
Libanon verkündet, nachdem sich in dem Land die proiranische
schiitische Hisbollah-Miliz sechs Wochen lang Gefechte mit der
israelischen Armee geliefert hatte.
Trump: USA bleiben bei ihrer Seeblockade des Iran
WASHINGTON - Trotz der vom Iran angekündigten Öffnung der Straße von
Hormus hält US-Präsident Donald Trump an seiner Seeblockade für
Schiffe mit einem iranischen Hafen als Start oder Ziel fest. Diese
solle bestehen bleiben, bis die Verhandlungen mit Teheran
abgeschlossen seien, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Lagarde: Krieg im Iran wird Inflation nach oben treiben
WASHINGTON - Kurz vor dem nächsten Zinsentscheid der Europäischen
Zentralbank warnt Präsidentin Christine Lagarde vor
Inflationsgefahren wegen des Nahost-Kriegs. "Er wird sich
kurzfristig durch höhere Energiepreise erheblich auf die Inflation
auswirken", sagte Lagarde beim Internationalen Währungsfonds (IWF)
in Washington. Die mittelfristigen Folgen hingen von der Intensität
und Dauer des Konflikts ab.
ZEW: Milliardenverluste durch Ausnahmen bei Umsatzsteuer
MANNHEIM - Das deutsche Umsatzsteuersystem führt laut einer Analyse
aufgrund zahlreicher Ausnahmeregelungen zu Milliardenverlusten. Laut
einer aktuellen Analyse des Leibniz-Zentrum für Europäische
Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des Bundesministeriums der
Finanzen führen die vielfältigen ermäßigten Steuersätze zu massiven
Steuerausfällen. Allein für das Jahr 2026 summieren sich die
prognostizierten Mindereinnahmen durch diese Ausnahmen auf rund 43,5
Milliarden Euro.
Eurogruppenchef: Versorgungssicherheit mit Energieunion stärken
ATHEN - Der Präsident der Eurogruppe, Kyriakos Pierrakakis, hat sich
für eine stärkere energiepolitische Zusammenarbeit in Europa
ausgesprochen. Der Aufbau einer Energieunion werde nicht nur die
Versorgungssicherheit verbessern, sondern auch die
Wettbewerbsfähigkeit stärken, sagte Pierrakakis nach Angaben seines
Büros in Athen bei der Frühjahrstagung des Internationalen
Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington.
Wirtschaftsweiser Felbermayr: Ticketpreise für Flüge werden stark
steigen
KÖLN - Der "Wirtschaftsweise" Gabriel Felbermayr erwartet infolge
des Iran-Kriegs deutlich höhere Kosten für Flugreisende. "Die
Ticketpreise werden stark steigen, damit wird die Nachfrage nach
Flugdienstleistungen zurückgehen", sagte der österreichische Ökonom
im Interview beim Deutschlandfunk. Wenn die Nachfrage sinke, tue das
auch das Angebot: Einzelne Flugverbindungen könnten entfallen, weil
sie sich nicht mehr rechnen.
IWF: Tankrabatte sind unkluge Maßnahme
WASHINGTON - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hält nichts von
temporären Maßnahmen wie Tankrabatten zur Abfederung hoher
Energiepreise. Zwar sei die Versuchung für Regierungen groß, den
Preisanstieg mittels Obergrenzen oder Senkungen der Kraftstoffsteuer
einfach zu stoppen. "Dies sind jedoch unkluge Maßnahmen", heißt es
in einem Briefing der Organisation zu Europa. Eine nicht
zielgerichtete Unterstützung komme überproportional
einkommensstarken Haushalten zugute, die mehr Energie verbrauchten.
Starmer: Briten und Franzosen planen Mission in Straße von Hormus
PARIS/LONDON - Großbritannien will zusammen mit Frankreich eine
multinationale Mission zum Schutz der Schifffahrt in der Straße von
Hormus anführen, sobald die Bedingungen dies zulassen. Der britische
Premierminister Keir Starmer kündigte an, der Einsatz solle "strikt
friedlich und defensiv" sein, um die Minenräumung in der Straße zu
unterstützen und Handelsschifffahrt wieder zu ermöglichen. Weitere
Details zur genauen Umsetzung der Mission sollen bei einer
militärischen Planungskonferenz in London in der kommenden Woche
verkündet werden. Nach Starmers Angaben haben bereits mehr als ein
Dutzend Länder angeboten, militärische Mittel zu der Mission
beizusteuern.
Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine
Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem
dpa-AFX Nachrichtendienst.
/jkr
AXC0226 2026-04-17/17:05
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Autor: - dpa-AFX
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