| Goldpreis leidet unter Inflationssorgen - Silber ebenfalls unter Druck |
| 23.04.2026 14:08:00 |
Nach der leichten Erholung zur
Wochenmitte ist der Goldpreis am Donnerstag wieder
unter Druck geraten. An der Börse in London kostete eine Feinunze
(etwa 31,1 Gramm) 4.703 US-Dollar und damit etwa 37 Dollar weniger
als am Vortag.
Beim Silberpreis zeigte sich eine ähnliche
Entwicklung: Zuletzt wurde eine Feinunze gut drei Prozent tiefer bei
75,28 Dollar gehandelt. Damit setzte auch der Preis für dieses
Edelmetall seinen am Mittwoch unterbrochenen Abwärtstrend fort.
Angesichts anhaltend hoher Inflationsrisiken im Zuge des
Iran-Krieges sind Gold und Silber bei Anlegern kaum gefragt.
Insbesondere Gold kann im derzeitigen Umfeld kaum von seiner
traditionellen Funktion als "Notanker" in wirtschaftlich schwierigen
Zeiten profitieren.
Wegen der anhaltenden Blockade der für die Schifffahrt wichtigen
Straße von Hormus besteht die Sorge, dass die Ölpreise für längere
Zeit auf hohem Niveau notieren und so die Inflation anheizen
könnten. In einem solchen Umfeld könnten sich die Notenbanken
gezwungen sehen, die Zinsen anzuheben, was eine schlechte Nachricht
für Anleger wäre. Denn Rohstoffe bieten keine laufenden Erträge in
Form von Zinsen und sind damit gegenüber Anleihen im Nachteil.
Die Lage in Nahen Osten ist weiter angespannt. US-Präsident Donald
Trump gibt dem Iran Berichten zufolge nur noch wenige Tage Zeit für
einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Teheran sieht sich
jedoch mit der Blockade der für die Weltwirtschaft wichtigen Straße
von Hormus in einer Position der Stärke. Vermittlerstaaten, darunter
die Türkei, Pakistan und Ägypten, bemühen sich nach Informationen
des "Wall Street Journal" fieberhaft, ein neues Treffen der beiden
Seiten zu arrangieren, möglicherweise für diesen Freitag.
"Der Edelmetallmarkt wird weiterhin von Vorsicht und Volatilität
geprägt sein", sagte Rhona O'Connell, Leiterin der Marktanalyse für
die Regionen Europa, Naher Osten, Afrika und Asien beim
Finanzdienstleistungsunternehmen StoneX. Professionelle
Handelshäuser zögerten angesichts der angespannten geopolitischen
Lage weiterhin, große Positionen einzugehen./la/jkr/jha/
ISIN XC0009655157 XC0009653103
AXC0191 2026-04-23/14:08
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 24.888,56 | 281,79 | 1,15% |
| TecDax | 4.036,09 | 77,29 | 1,95% |
| MDAX | 32.108,27 | 301,17 | 0,95% |
| Dow Jones (EOD) | 50.579,70 | 294,04 | 0,58% |
| Nasdaq 100 | 29.481,64 | 124,37 | 0,42% |
| S & P 500 (EOD) | 7.473,47 | 27,75 | 0,37% |
| SMI | 13.503,21 | 56,78 | 0,42% |
|
| EUR/US$ | 1,1645 | 0,00 | 0,35% |
| EUR/Yen | 185,0102 | 0,29 | 0,16% |
| EUR/CHF | 0,9106 | -0,00 | -0,03% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8634 | -0,00 | -0,03% |
| Yen/US$ | 0,0063 | 0,00 | 0,21% |
| CHF/US$ | 1,2788 | 0,01 | 0,41% |
|
| baha Brent Indication | 100,74 | -1,52 | -1,48% |
| Gold | 4.568,17 | 59,88 | 1,33% |
| Silber | 78,00 | 2,47 | 3,27% |
| Platin | 1.949,68 | 19,32 | 1,00% |
| |
|
|