| Inflations- und Zinssorgen drücken auf Goldpreis - Silber leidet ebenfalls |
| 28.04.2026 15:45:00 |
Anhaltende Inflationssorgen haben den Goldpreis
am Dienstag deutlich belastet. Eine Feinunze (etwa
31,1 Gramm) des gelben Edelmetalls kostete am frühen Nachmittag
4.581 US-Dollar und damit etwa 2,2 Prozent weniger als am Vortag.
Mit dem Kursrutsch am Dienstag weitete der Goldpreis seine Verluste
zu Wochenbeginn deutlich aus. Zwischenzeitlich war er auf den
tiefsten Stand seit Anfang April abgesackt.
Die Nachrichten zum Iran-Krieg halten den Ölpreis auf einem hohen
Niveau. Die für den internationalen Warentransport wichtige Straße
von Hormus ist derzeit für den Schiffsverkehr weitgehend gesperrt.
Dies beeinträchtigt die Versorgung mit Energie sowie mit anderen
bedeutenden Gütern wie petrochemischen Erzeugnissen und
Düngemitteln. Diese Güterknappheit schließlich verschärft die Furcht
der Anleger vor deutlich steigenden Preisen.
In diesem Umfeld könnten sich die Notenbanken gezwungen sehen, die
Leitzinsen zu erhöhen. Für Goldanleger wäre das eine schlechte
Nachricht, denn Gold wirft keine laufende Verzinsung ab und verliert
damit im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren an
Attraktivität.
Damit geriet auch das Edelmetall Silber unter Druck, das ebenfalls
keine Zinsen bietet. Zuletzt wurde eine Feinunze fast vier Prozent
tiefer bei 72,56 Dollar gehandelt.
Die unbefristete Verlängerung des Waffenstillstands zwischen den USA
und dem Iran bei weiterhin blockierter Straße von Hormus "verlängert
die Unsicherheit an den Märkten", schrieb Marc Loeffert, Händler bei
Heraeus Precious Metals. Langfristig aber könne die Kombination aus
wirtschaftlicher Stagnation und steigenden Preisen durchaus einen
fruchtbaren Boden für die Fortsetzung des Bullenmarktes bei Gold
bieten./la/jsl/jha/
ISIN XC0009655157 XC0009653103
AXC0264 2026-04-28/15:45
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Autor: - dpa-AFX
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