dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 23.09.2021 - 15.15 Uhr
23.09.2021 15:20:00

ROUNDUP/Studie: Chipmangel kostet Autobranche 210 Milliarden Dollar Umsatz
MÜNCHEN - Der anhaltende Chipmangel setzt der globalen Autoindustrie weiter zu. Wegen der fehlenden Halbleiter dürften der Branche dieses Jahr Einnahmen in Höhe von 210 Milliarden US-Dollar (179 Mrd Euro) entgehen, prognostizierte die Beratungsfirma Alix Partners am Donnerstag in München. Im Mai war sie noch von 110 Milliarden Dollar ausgegangen.
ROUNDUP: Hella kappt Jahresprognose wegen Chipmangels
LIPPSTADT - Der weltweite Chipmangel durchkreuzt auch die Geschäftspläne des Autozulieferers Hella . Zwar habe sich das Unternehmen im ersten Geschäftsquartal bis Ende August besser entwickelt als der Markt, teilte das Unternehmen auf Basis vorläufiger Quartalszahlen am Donnerstag in Lippstadt mit. Dennoch kappte das Management seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr.
Hella-Käufer Faurecia kappt Jahresziele wegen Chipmangels
NANTERRE - Der weltweite Chipmangel macht dem französischen Autozulieferer Faurecia noch schwerer zu schaffen als gedacht. Weil die Autohersteller derzeit weniger Fahrzeuge bauen können, rechnet die Faurecia-Führung für 2021 jetzt nur noch mit einem Umsatz von 15,5 Milliarden statt mindestens 16,5 Milliarden Euro, wie der Continental -Rivale am Donnerstag in Nanterre mitteilte. Der Gewinn im Tagesgeschäft dürfte daher ebenfalls geringer ausfallen: Statt 7 Prozent dürften der neuen Prognose zufolge nur 6 bis 6,2 Prozent des Umsatzes als operativer Gewinn übrig bleiben.
Deutsche Bank erwartet Ertragsrückgang in Investmentbank - Kosten für IT & Co.
FRANKFURT - Bei der Deutschen Bank hat sich das Investmentbanking im dritten Quartal besser entwickelt als gedacht. Die Erträge in dem Segment dürften etwa zehn Prozent niedriger liegen als ein Jahr zuvor, sagte Finanzchef James von Moltke am Donnerstag in einer Online-Konferenz. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten hatten mit einem fast doppelt so starken Rückgang gerechnet. Dem Manager zufolge dürften die überraschend hohen Erträge dem Dax-Konzern helfen, zusätzliche Kosten für Computersysteme, Stellenstreichungen und die Verkleinerung der Büroflächen zu stemmen. Dafür werde die Deutsche Bank im Rest des Jahres noch etwa 700 Millionen Euro verbuchen, sagte von Moltke.
Salesforce strebt nach Slack-Zukauf über 30 Milliarden Dollar Jahresumsatz an
SAN FRANCISCO - Das US-Softwareunternehmen Salesforce holt nach der Übernahme des Büro-Messengers Slack im Wettbewerb mit dem deutschen Konkurrenten SAP weiter auf. Im Geschäftsjahr 2022/23 (Ende Januar 2023) werde sich der Umsatz in einer Spanne zwischen 31,65 und 31,80 Milliarden US-Dollar (27 bis 27,1 Mrd Euro) bewegen, teilte Salesforce am Donnerstag in San Francisco vor US-Börsenstart mit. Zudem rechnet Salesforce 2022/23 mit einer bereinigten operativen Marge von rund 20 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr hob Salesforce die Umsatzprognose leicht an und erwartet nun 26,25 bis 26,35 Milliarden Dollar Erlös. Die Aktie legte vorbörslich über zwei Prozent zu. Auch SAP-Papiere konnten davon angesichts von Zweifeln um stabile Geschäfte in der Pandemie profitieren.
Übernahme von Deutsche Wohnen: Fonds beantragt einstweilige Verfügung
BERLIN - Im Ringen um die Übernahme der Deutsche Wohnen versucht ein britischer Fonds dem größten deutschen Immobilienkonzern Vonovia Steine in den Weg zu legen. Der Fonds Davidson Kempner hat nach eigenen Angaben beim Landgericht Berlin eine einstweilige Verfügung beantragt. Damit solle der Deutsche Wohnen die Ausgabe neuer Aktien und der Verkauf eigener Aktien an Vonovia untersagt werden, wie Davidson Kempner am Donnerstag mitteilte. Davidson Kempner besitzt nach eigenen Angaben 3,2 Prozent des Grundkapitals der Deutsche Wohnen und ist auch an Vonovia beteiligt.
Kabelsalat ade - USB-C soll Standard in Handys, Tablets und Co werden
BRÜSSEL - Europäische Haushalte sollen nach dem Willen der EU-Kommission in Zukunft nur noch ein Kabel zum Laden von Handys, Tablets oder Kopfhörern brauchen. Die Brüsseler Behörde legte am Donnerstag einen Gesetzesvorschlag vor, nach dem die Ladebuchsen in Elektrogeräten vereinheitlicht werden sollen. Gängiger Standard soll der USB-C-Anschluss werden, den schon heute viele Firmen wie Samsung und Motorola verbauen. Vor allem für Apple mit seinem hauseigenen Lightning-Anschluss wäre die Vereinheitlichung ein Ärgernis.
ROUNDUP/EuGH-Gutachten: Thermofenster bei VW-Autos womöglich rechtswidrig
LUXEMBURG - Volkswagen droht im Rechtsstreit um mutmaßlich vertragswidrige Abschalteinrichtungen eine Schlappe vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). In einem am Donnerstag veröffentlichten Gutachten des obersten europäischen Gerichts vertritt Generalanwalt Athanasios Rantos die Ansicht, dass sogenannte Thermofenster eine rechts- und somit vertragswidrige Abschalteinrichtung darstellen können. Nach Angaben des EuGH ließ die Software höhere Stickoxid-Emissionen zu, wenn es kälter als 15 beziehungsweise wärmer als 33 Grad Celsius war oder das Auto in mehr als 1000 Höhenmetern gefahren wurde.
Marine-Konzern: U-Boot-Deal aus politischen Gründen gescheitert
PARIS - Der Chef des französischen Marine-Konzerns Naval Group, Pierre Éric Pommellet, führt das Scheitern des U-Boot-Geschäfts mit Australien auf politische und nicht sachliche Entscheidungen zurück. Frankreich sei ebenso gut wie die USA und Großbritannien in der Lage zur Lieferung nuklear angetriebener U-Boote an Australien, sagte der Naval-Chef der Zeitung "Le Figaro" (Donnerstag). Als einziges Unternehmen der Welt verfüge man über das Know-how, um sowohl konventionelle als auch Atom-U-Boote herzustellen. Die nach Aufkündigung des Vertrags verbleibenden Kosten, die Australien an Naval zu zahlen hat, würden in den kommenden Wochen zusammengestellt.
ROUNDUP: RTL und Constantin Film kooperieren bei TV-Rechten an Kinofilmen
KÖLN/MÜNCHEN - RTL hat sich die exklusiven TV-Rechte an den Kinoproduktionen von Constantin Film gesichert. Der Deal umfasst alle deutsch- und englischsprachigen Filme mit Drehbeginn ab 1. Januar 2022, wie beide Partner am Donnerstag mitteilten. Constantin Film mit Sitz in München gehört zu den bedeutendsten TV- und Kinoproduzenten in Deutschland.
Weitere Meldungen
-EU-Finanzmarktkommissarin McGuinness: Müssen Bankenunion vollenden
-Insolvenzverwalter von Air Berlin droht juristische Niederlage
-EuGH-Gutachten: Vorverlegter Flug kann zu Entschädigung berechtigen
-Mangel an Tests: Erleichterte Einreise nach England erst in Wochen
-Ingenieur weist Hauptverantwortung im VW-Dieselprozess von sich
-Litauen warnt vor Sicherheitslücken in chinesischen 5G-Smartphones
-Apple will 'Fortnite' vorerst nicht wieder in App Store lassen
-Verkehrsministerium: Milliardenprogramm zur Sanierung von Brücken
-Haseloff fordert wegen Corona 'Flexibilität' bei CO2-Bepreisung
-Zuckerberg-Vertrauter wird nächster Facebook-Technologie-Chef
-Britische Lebensmittelverbände: Versorgung 'auf Messers Schneide'
-Nach Rettungsverfahren: Südafrikas Fluggesellschaft wieder am Himmel
-Spahn für mehr Unabhängigkeit von China bei wichtigen Produkten
-Bundesregierung schafft Förderung für Palmöl im Verkehr ab
-Verdi weitet Warnstreiks im Einzelhandel in Teilen Ostdeutschlands aus°
Kundenhinweis:
ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.
/men
AXC0208 2021-09-23/15:20
Autor:  - dpa-AFX
 Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.
 Österreich-Börsen
 ATX3.809,76 27,66 0,73% 
 ATX Prime1.918,97 12,34 0,65% 
 Immobilien-ATX404,58 1,15 0,29% 
 Indizes
 DAX15.522,92 7,09 0,05% 
 TecDax3.749,23 7,30 0,20% 
 MDAX34.540,48 -49,88 -0,14% 
 Dow Jones (EOD)35.609,34 152,03 0,43% 
 Nasdaq 10015.388,71 -22,01 -0,14% 
 S & P 500 (EOD)4.536,19 16,56 0,37% 
 Nikkei (EOD)29.255,55 40,03 0,14% 
 SMI12.013,15 70,41 0,59% 


 Zinsen / Währungen
 Wichtige Währungen
 EUR/US$1,1655 0,00 0,03% 
 EUR/Yen132,8761 -0,31 -0,23% 
 EUR/CHF1,0707 -0,00 -0,02% 
 EUR/Brit. Pfund0,8436 0,00 0,10% 
 Yen/US$0,0088 0,00 0,33% 
 CHF/US$1,0886 0,00 0,04% 
 Zinsen
Libor EUR 3M-0,5687-0,00 -0,10% 
LIBOR US$ 3M0,1238-0,00 -2,37% 
LIBOR CHF 3M-0,76320,00 0,03% 
Libor Yen 3M-0,0825-0,00 -0,21% 
 Rohstoffe
 Öl58,690,00 0,00 
 Gold1.779,960,95 0,05% 
 Silber23,950,19 0,79% 
 Platin1.045,63-6,56 -0,62% 
 

Technologie und Daten von . Bitte Nutzungsbedingungen beachten.