Wiener Börse (Nachmittag) - ATX gibt weiter nach / Heimischer Leitindex zuletzt um über ein Prozent schwächer - Unsicherheit dominiert an den Märkten - ifo-Geschäftsklima bringt kaum Bewegung
24.09.2021 14:21:00

Die Wiener Börse hat am Freitag im Verlauf ihre Kursverluste weiter ausgebaut. Gegen 14.15 Uhr stand der ATX mit klaren Abschlägen von 1,06 Prozent bei 3.646,37 Punkten. Auch der marktbreite ATX Prime gab um 1,00 Prozent auf 1.845,32 Einheiten nach. Andernorts in Europa waren ebenso Abschläge zu beobachten.
Nach der bisher sehr positiv verlaufenen Handelswoche legen die Märkte vor dem Wochenende offenbar vorerst eine Ruhepause ein. Alleine in den vergangenen beiden Handelstagen hatte der heimische Leitindex um rund 3,5 Prozent zulegen können. Die geldpolitischen Signale der US-Notenbank am Mittwoch konnten zuletzt deutlich stützen.
Laut Marktbeobachtern trübt jedoch einerseits die Unsicherheit rund um den hoch verschuldeten chinesischen Immobilienentwickler Evergrande die Markstimmung. Zwar sehen Experten das Risiko einer Finanzkrise infolge einer möglichen Evergrande-Insolvenz als gering, trotzdem zeigen sich viele Anleger offenbar verunsichert. Zudem dämpfe die anstehende Bundestagswahl in Deutschland am kommenden Sonntag das Kaufinteresse an den Börsen.
Stimmungsdaten aus der größten Volkswirtschaft der Eurozone vom Vormittag brachten kaum Bewegung. Der ifo-Geschäftsklimaindex sank im September um 0,8 Punkte auf 98,8 Zähler. Experten hatten im Mittel für den wohl wichtigsten Stimmungsindikator in der deutschen Wirtschaft ein geringeres Minus auf 98,9 Zähler prognostiziert. Das war bereits der dritte Rückgang in Folge. Ökonomen sprechen in diesem Fall üblicherweise von einer konjunkturellen Trendwende.
Bei den Einzelwerte lagen die Aktien der Bawag zuletzt mit 2 Prozent wieder deutlicher in der Verlustzone als gegen Mittag. Über Nacht verkaufte der größte Bawag-Anteilseigner, GoldenTree Capital Management, 8,25 Millionen Aktien der heimischen Bank für 417 Millionen Euro an institutionelle Investoren. Das gab eine damit beauftragte Bank bekannt. Die Papiere seien zu je 50,50 Euro platziert worden.
Noch deutlicher waren die Abgaben bei den Titeln vom Verbund mit minus 3,2 Prozent. Daneben gaben auch AT&S um 2,9 Prozent und Polytec um 1,4 Prozent nach.
Auch die Papiere des Versicherungskonzerns UNIQA lagen zuletzt mit 0,8 Prozent im Minus. Wie das Unternehmen bekannt gab, soll das Investitionsvolumen im Start-up-Sektor von 75 auf 150 Millionen Euro verdoppelt werden.
Den Spitzenplatz im ATX Prime übernahmen am Nachmittag die Papiere des Ölfeldausrüsters SBO mit plus 2,7 Prozent. Dahinter gewannen auch die Anteilsscheine von Semperit klare 1,8 Prozent und UBM verteuerten sich um 0,9 Prozent.
pma/ste
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