Wiener Börse (Nachmittag) - ATX nach US-Daten weiterhin schwächer / US-Wirtschaft schuf deutlich mehr neue Arbeitsplätze als erwartet - Dünne Meldungslage in Wien
03.02.2023 15:13:00

Die Wiener Börse hat sich am Freitagnachmittag nach Vorlage des US-Arbeitsmarktberichts weiterhin klar im Minus gezeigt. Der heimische Leitindex ATX hatte knapp nach Vorlage der US-Daten seine Kursverluste ausgeweitet, kam aber rasch wieder zurück und verlor bis 15.00 Uhr 0,79 Prozent auf 3.358,87 Einheiten. Der breiter gefasste ATX Prime gab ebenfalls um 0,79 Prozent auf 1.688,95 Punkte nach.
Die US-Wirtschaft hat im Jänner deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft kamen 517.000 neue Stellen dazu, am Markt waren nur 188.000 neue Arbeitsplätze erwartet worden. Die Stundenlöhne legten im Jänner gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent zu, dieser Anstieg traf genau die Analystenprognosen. Die separat ermittelte Arbeitslosenquote lag bei 3,4 Prozent, Ökonomen hatten mit einem Wert von 3,6 Prozent gerechnet.
Die US-Notenbank Fed berücksichtigt bei ihren Zinsentscheidungen stark die Lage am Arbeitsmarkt. Die guten Daten dürften daher für Spekulationen sorgen, dass die Fed ihre Zinserhöhungspolitik im Kampf gegen die hohe Inflation weiter fortsetzt.
Auch in Europa dürften sich die Zinsanhebungen fortsetzen. Experten der EZB-Geldpolitik haben ihre Inflationsprognosen für den Euroraum in diesem Jahr erneut erhöht. Die Volkswirte gehen inzwischen für heuer von einem Anstieg der Verbraucherpreise im Euroraum von 5,9 Prozent aus.
Nach Einschätzung des litauischen Notenbankchefs Gediminas Šimkus zeigt die Inflationsentwicklung dennoch langsam eine Wende ins Positive. Gleichwohl könnten die Währungshüter auf die in Aussicht gestellte Zinsanhebung im März von 0,50 Prozentpunkten eine weitere im Mai im gleichen Volumen oder von 0,25 Prozentpunkten folgen lassen.
In Wien blieb die Meldungslage mager, auch von Analystenseite kamen vor dem Wochenende keine Impulse. Mit Blick auf die Branchentafel waren Bankaktien weiter unter Abgabedruck. Raiffeisen Bank International büßten bisher vier Prozent ein, die Titel hatten bereits am Vortag deutlich nachgegeben. Auch die Branchenkollegen BAWAG (minus 1,2 Prozent) und Erste Group (minus 1,1 Prozent) mussten höhere Einbußen als der Gesamtmarkt hinnehmen.
Die kräftigsten Abschläge gab es bisher bei Marinomed mit minus 6,3 Prozent zu sehen, aber auch Warimpex (minus 5,3 Prozent) und Lenzing (minus 4,2 Prozent) zeigten sich sehr schwach. Zulegen konnten dagegen AT&S und gewannen 2,5 Prozent. Auch OMV lagen ein Prozent höher.
kat/ste
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