Wiener Börse (Mittag) - ATX dreht klar ins Plus und gewinnt 0,40 % / Börsenstimmung europaweit etwas aufgehellt - Zahlenvorlagen von Wienerberger und KapschTrafficCom - Weiters stehen Fed-Protokoll und Nivida-Ergebnisse im Fokus
21.02.2024 12:14:00

Die Wiener Börse hat bis Mittwochmittag klar ins Plus gedreht. Der ATX verbesserte sich nach leichten Kursverlusten im Frühhandel nun um 0,40 Prozent auf 3.408,60 Punkte. Auch an den europäischen Leitbörsen hellte sich die Anlegerstimmung am Vormittag überwiegend etwas auf. International stehen vor allem die erst nach Börsenschluss in Europa anstehende Termine im Fokus.
Zum einen wird das jüngste Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed veröffentlicht und weiters stehen die Quartalszahlen von Nvidia auf der Agenda. Die Fed könnte weitere Hinweise darüber liefern, wann in den Vereinigten Staaten die Leitzinsen gesenkt werden. Der Chiphersteller Nvidia gilt als Gradmesser für die in vielen Technologiewerten steckende Fantasie für Künstliche Intelligenz (KI).
Am heimischen Aktienmarkt rückten mit präsentierten Geschäftszahlen Wienerberger und KapschTrafficCom ins Blickfeld. Die Wienerberger-Titel grenzten die deutlichen Abschläge vom Frühhandel auf 2,2 Prozent etwas ein. Der Baustoffriese muss sich für 2023 mit deutlich weniger Gewinn zufriedengeben als im Jahr davor. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich von über 1 Mrd. Euro auf 811 Mio. Euro. Der Umsatz sank von rund 5 Mrd. Euro auf 4,2 Mrd. Euro. Die Analysten von der Erste Group schrieben in einer ersten Einschätzung, dass die Viertquartalszahlen im abgelaufenen Jahr die eigenen und die Markterwartungen verfehlt haben. Zudem wurden der Ausblick für heuer leicht nach unten angepasst. Die Experten erwarteten eine negative Marktreaktion.
KapschTrafficCom gewannen hingegen deutliche 3,5 Prozent. Der Wiener Mauttechnologie-Anbieter hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2023/24 etwas weniger Umsatz erzielt, dafür den Gewinn aber vervielfacht. Übrig blieb ein Periodenergebnis von 38,3 Mio. Euro, nach 2,3 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Der Umsatz ging indessen um 3,5 Prozent auf 400 Mio. Euro zurück. Der bestätigte Gesamtjahresausblick sollte laut Erste Group auf ein starkes Schlussquartal hindeuten. Die Experten sehen beim Unternehmen einen positiven Trend, welcher einer Geschäftsexpansion und ein Margenwachstum in den nächsten Quartalen ermöglichen sollte.
Die schwergewichteten Banken notierten einheitlich im Plus. Während die Aktionäre der BAWAG ein Plus von 0,2 Prozent verbuchen konnten, verteuerten sich Erste Group um 0,7 Prozent. Die Titel der Raiffeisen Bank International legten 0,6 Prozent zu. Im Energiebereich stärkten sich OMV um 1,6 Prozent.
ste/mha
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