EY: Zahl der Börsengänge weltweit gesunken - China schwächelt / Gute Performance von Europa und USA - Positive Bilanz für Wien
27.06.2024 11:59:00

Die Zahl der Börsengänge ist laut der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY im ersten Halbjahr 2024 deutlich gesunken. "Insgesamt wagten weltweit 551 Unternehmen den Sprung aufs Parkett - zwölf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum", hieß es in einer EY-Aussendung am Donnerstag. Demnach schrumpfte auch das Emissionsvolumen um 16 Prozent auf 52,2 Mrd. US-Dollar (48,84 Mrd. Euro). Das Bild wird besonders durch die Situation in China beeinträchtigt.
Die Volksrepublik verzeichnete um fast zwei Drittel weniger sogenannte IPOs (Initial Public Offering) als im Vergleichszeitraum. Auch das Emissionsvolumen ging um rund 80 Prozent deutlich auf 6,3 Mrd. US-Dollar zurück. In Europa stieg die Anzahl der Börsengänge hingegen um zehn Prozent auf 69 und das Emissionsvolumen um 196 Prozent auf 15,2 Mrd. US-Dollar. Eine gute Performance legte laut EY auch der US-Markt hin: Die Zahl der IPOs stieg um 27 Prozent auf 80 und das Emissionsvolumen kletterte um 75 Prozent auf 17,8 Mrd. US-Dollar.
Die Branchen Technologie (10,8 Mrd. US-Dollar) und Health/Life Science (8,9 Mrd. US-Dollar) machten die weltweit höchsten Anteile am weltweiten Emissionsvolumen im ersten Halbjahr aus. In Spanien kam es zum größten Börsengang des bisherigen Jahres: Das Familienunternehmen Puig Brands SA aus der Konsumgüterbranche erzielte im zweiten Quartal bei seinem IPO ein Emissionsvolumen von mehr als 2,9 Mrd. US-Dollar, hieß es in dem EY-Bericht.
Eine "deutliche Aufwärtsbewegung" bei den Aktienumsätzen stellte Stefan Uher von EY Österreich auch bei der Wiener Börse fest. "Der ATX TR, inklusive Dividenden, erreichte neue Allzeithochs und auch im Vienna MTF bleiben die Anleihen-Listings auf Rekordniveau, mit rund 6.000 Neunotierungen und der Betreuung von mehr als 1.000 aktiven Emittenten aus 38 Ländern", so Uher laut Aussendung.
Auch für die zweite Jahreshälfte zeigte sich Uher positiv. Das Vienna ESG Segment, speziell für nachhaltige Anleihen, wachse stetig und umfasse derzeit bereits 116 Anleihen mit einem Gesamtvolumen von rund 27,5 Mrd. Euro, betonte der Experte. Optimistisch äußerte sich Uher bezüglich Europa und der USA, warnte aber, die bevorstehenden US-Wahlen und die geopolitischen Krisenherde nicht unbeobachtet zu lassen.
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Autor:  - APA/hel/ivn
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