| ROUNDUP 2/IAA: Stimmungsmache gegen Verbrennerverbot |
| 09.09.2025 11:47:00 |
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MÜNCHEN (dpa-AFX) - Bei der Eröffnung der IAA Mobility haben sich
Politik und Veranstalter für Änderungen am geplanten
Verbrennerverbot ausgesprochen. "Einseitige politische Festlegungen
auf bestimmte Technologien sind nicht nur für diese Branche
grundsätzlich der falsche wirtschaftspolitische Weg", sagte
Bundeskanzler Friedrich Merz mit Blick auf die EU-Regulierung.
Ziel sei, "durch Technologieoffenheit Wettbewerbsfähigkeit und
effektiven Klimaschutz" miteinander zu verbinden, betonte Merz.
Grundsätzlich müsse Deutschland "wieder ein wettbewerbsfähiger
international anerkannter Wirtschaftsstandort werden, auf den die
Welt nicht mit Verwunderung, sondern mit Bewunderung schaut".
Realitätscheck gefordert
Auch Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der Autoindustrie
(VDA), der die IAA veranstaltet, forderte einen Realitätscheck und
eine Kurskorrektur in der EU-Klimapolitik gegenüber der
Autoindustrie - beim Verbot neuer Verbrenner ab 2035, aber auch bei
den Vorgaben zum CO2-Flottenausstoß. Dies sei keine Abkehr vom Ziel
der Klimaneutralität, sondern im Gegenteil ein Betrag zu deren
Gelingen, argumentiert sie.
Davor hatte bereits der bayerische Ministerpräsident Markus Söder
(CSU) seine Forderung nach einer Abkehr vom Verbrennerverbot
erneuert. So wie es jetzt konzipiert sei, sei es falsch und müsse
aufgehoben und durch andere Alternativen ersetzt werden. Zudem
forderte er, die CO2-Ziele "an die Realität" anzupassen.
Auch aus der Industrie hatte es zuletzt immer wieder ähnliche
Forderungen gegeben. Es würde nicht überraschen, wenn Merz auf dem
an die Eröffnung anschließenden Kanzlerrundgang über die Messe vom
ein oder anderen Konzernchef ähnliche Wünsche zu hören bekommen
sollte.
Sechs weitere Jahre IAA in München
Bereits zu Beginn der Eröffnung hatte VDA-Präsidentin Hildegard
Müller bekannt gegeben, dass die IAA weiter in München bleiben wird.
Der aktuelle Vertrag läuft mit der diesjährigen Messe aus. Nun gibt
es eine Einigung auf sechs weitere Jahre - also drei weitere
Ausgaben.
Schon vor der Eröffnung hatte es Proteste gegen die Messe gegeben.
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac versenkte in einer
Wasserfläche vor dem Eingang der Messe einen "Autosaurus". Weitere
Protestaktionen im Laufe der Messe werden erwartet - wie schon bei
den letzten Ausgaben der IAA Mobility./ruc/DP/mis
ISIN DE0005190003 DE0007100000 FR0000131906 DE0007664039 NL00150001Q9
AXC0122 2025-09-09/11:47
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Autor: - dpa-AFX
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