| Aktien Frankfurt: Dax-Aufschwung stockt - MDax stark |
| 13.11.2025 12:07:00 |
Das Ende des Teilstillstands der
US-Regierungsgeschäfte (Shutdown) ist für den Dax am
Donnerstag kein Treiber mehr gewesen. Gegen Mittag sank der deutsche
Leitindex um 0,44 Prozent auf 24.273 Punkte. Damit stockt der
jüngste Aufschwung. Börsianer müssten nach dem Shutdown-Ende damit
rechnen, dass es aus den USA auch wieder schlechte Konjunktur geben
könne, sagte Marktexperte Andreas Lipkow.
Im Gegensatz zum Dax, den deutliche Kursverluste des
Dax-Schwergewichts Siemens belasteten, ging es für
den MDax nach oben. Angesichts positiver Reaktionen
auf Quartalszahlen vieler Unternehmen ließ der Index der
mittelgroßen Börsenkonzerne zeitweise die runde 30.000-Punkte-Marke
hinter sich. Zuletzt notierte er etwas darunter bei 29.941 Punkten
und einem Plus von 1,24 Prozent. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx
50 gewann 0,2 Prozent.
Nach 43 Tagen ist der bisher längste Shutdown durch die Unterschrift
des Präsidenten unter den zuvor vom Parlament beschlossenen
Übergangshaushalt beendet. Der Etat gilt aber nur bis Ende Januar.
Wenn bis dahin kein regulärer Haushalt verabschiedet werden kann,
könnte es ab Februar erneut zu einem Shutdown kommen. Die Börsen
hatten die Aussicht auf ein Ende des Shutdowns in den vergangenen
Tagen bereits gefeiert. Dem US-Leitindex Dow Jones gelang am
Vorabend ein Rekord. Im Wochenverlauf zeigte sich auch der Dax
stark.
Am Donnerstag stehen noch einmal viele Unternehmen mit
Geschäftszahlen im Fokus. Aus dem Dax sind es die Deutsche Telekom
, Merck KGaA und Siemens. Dazu kommt
eine große Zahl an Quartalsbilanzen von Unternehmen aus dem MDax und
SDax .
Der Pharma- und Technologiekonzern Merck KGaA verdiente im dritten
Quartal trotz hoher Belastungen durch negative Währungseffekte
überraschend viel. JPMorgan-Analyst Richard Vosser sprach von einem
starken Zahlenwerk. Die Papiere sprangen um 6,7 Prozent hoch.
Die Aktien von Siemens verloren über 5 Prozent. Der Ausblick sei
etwas mau, monierten Analysten. Die Anleger müssen neben den
aktuellen Geschäftszahlen auch die Abspaltungspläne für die Tochter
Siemens Healthineers verdauen. Healthineers gaben um
mehr als 3 Prozent nach.
Die Papiere der Deutschen Telekom fassten nach Quartalszahlen und
einer leicht erhöhten Prognose weiter Tritt mit einem moderaten
Aufschlag. Im Heimatmarkt hätten die Bonner zwar schwächer als
erwartet abgeschnitten, doch sei dies größtenteils durch positive
Überraschungen andernorts ausgeglichen worden, hieß es von JPMorgan.
Ferner stützten angekündigte Aktienrückkäufe und Nachrichten zur
Dividende.
Bilfinger erholten sich nach einmonatiger Korrektur
deutlich. Angesichts teils erhöhter Jahresziele kletterten die
Papiere des Industriedienstleisters an der MDax-Spitze um mehr als
10 Prozent nach oben.
Auch bei den im SDax notierten Anteilen der Heidelberger Druck
ging mit einem Zuwachs von fast 12 Prozent die
Erholung rasant weiter. Analyst Stefan Maichl von der Landesbank
Baden-Württemberg hatte am Mittwoch im Nachgang des
Halbjahresberichts zum Kauf geraten.
Eckert & Ziegler konnte auch im dritten Quartal
seinen Umsatz steigern und verdiente dabei mehr als ein Jahr zuvor.
Damit lässt der Strahlen- und Medizintechnikkonzern die Probleme des
Frühjahrs weiter hinter sich. Die Aktien verteuerten sich um mehr
als 10 Prozent./ajx/mis
ISIN DE0008469008 EU0009658145 DE0008467416
AXC0241 2025-11-13/12:07
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Autor: - dpa-AFX
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| DAX | 23.409,37 | -181,66 | -0,77% |
| TecDax | 3.565,41 | -42,07 | -1,17% |
| MDAX | 28.875,10 | -607,68 | -2,06% |
| Dow Jones (EOD) | 47.740,80 | 239,25 | 0,50% |
| Nasdaq 100 | 24.967,25 | 324,23 | 1,32% |
| S & P 500 (EOD) | 6.795,99 | 55,97 | 0,83% |
| SMI | 13.000,09 | -95,46 | -0,73% |
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| EUR/US$ | 1,1629 | -0,00 | -0,06% |
| EUR/Yen | 183,2118 | -0,25 | -0,13% |
| EUR/CHF | 0,9038 | -0,00 | -0,08% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8651 | -0,00 | -0,08% |
| Yen/US$ | 0,0063 | 0,00 | 0,21% |
| CHF/US$ | 1,2867 | 0,00 | 0,11% |
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| baha Brent Indication | 94,05 | 3,28 | 3,61% |
| Gold | 5.093,74 | -38,74 | -0,75% |
| Silber | 83,29 | 1,02 | 1,24% |
| Platin | 2.148,48 | 26,58 | 1,25% |
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