| ROUNDUP: United Internet bündelt Telekom-Geschäft bei 1&1 - Aktie steigt |
| 24.11.2025 12:39:00 |
United Internet will ihr
Telekommunikationsgeschäft künftig ganz in ihrer Tochter 1&1
bündeln. Dazu übernimmt 1&1 in einem komplexen Deal
die Glasfasersparte 1&1 Versatel von United Internet für etwa 1,3
Milliarden Euro, wie die Unternehmen am Freitagabend in Montabaur
mitteilten. An der Börse kam dies gut an.
Für die im MDax gelistete Aktie von United Internet
ging es am Montag um gut vier Prozent auf 25,10 Euro nach oben. Die
im Kleinwerteindex SDax notierte 1&1-Aktie gewann 3,9
Prozent hinzu. Im bisherigen Jahresverlauf haben die Titel von
United Internet rund 60 Prozent an Wert gewonnen, die 1&1-Aktie
sogar fast 80 Prozent.
UBS-Analyst Polo Tang sieht durch die Transaktion aus
Bewertungssicht kaum Auswirkungen. Der Schritt vereinfache die
Konzernstruktur und schränke auch nicht die Möglichkeiten ein, was
den Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes und eine mögliche
Konsolidierung in der Branche betreffe, so der Branchenexperte.
Für Thomas Wissler von MWB Research setzt der Versatel-Deal ein
Ausrufezeichen hinter die Bewertung des Segments, verschlankt die
Konzernstruktur und verbessert die Transparenz. Nach der jüngsten
Kursschwäche sei dies ein Einstiegssignal, schrieb der Analyst. MWB
stufte die Aktie von United Internet von "Hold" auf "Buy" herauf.
Das Kursziel blieb bei 28 Euro.
Der Kaufpreis kann sich den weiteren Angaben zufolge in Abhängigkeit
von der künftigen Geschäftsentwicklung von 1&1 Versatel in den
Jahren 2027, 2028 und 2029 um bis zu 300 Millionen Euro erhöhen oder
reduzieren. Ein etwaiger Anpassungsbetrag würde im Jahr 2030 fällig.
United Internet hält rund 86 Prozent an 1&1.
1&1 übernehme 1&1 Versatel mit allen Vermögenswerten, vor allem
Netzinfrastruktur und Schulden, einschließlich 950 Millionen Euro
Darlehensverbindlichkeiten gegenüber United Internet. Dieses
Darlehen verbleibe bei 1&1 Versatel und werde im Zuge des Verkaufes
durch eine Garantie von der 1&1 AG abgesichert, hieß es.
Der Kaufpreis soll mit Gegenforderungen von 1&1 sowie der Gewährung
von Gesellschafterdarlehen an die 1&1 AG aufgerechnet werden.
Insofern fließen United Internet aus der Transaktion den Angaben
zufolge keine liquiden Mittel zu. Zudem ergeben sich aus der
internen Transaktion keine Effekte auf die Jahresprognose 2025 von
United Internet oder wesentliche Auswirkungen auf die Kennziffern
von 1&1.
Aus dem weiteren Ausbau des Versatel-Glasfasernetzes werde in den
Jahren 2026 und 2027 ein negativer Beitrag zum freien Mittelfluss
von insgesamt rund 100 Millionen Euro erwartet, teilte 1&1 mit.
Anschließend soll Versatel zur Stärkung des freien Mittelflusses
beitragen. Mit dem Kauf von Versatel verfüge 1&1 künftig über die im
Festnetz- und Mobilfunkgeschäft benötigte Infrastruktur sowie ein
leistungsfähiges B2B-Geschäftssegment, teilte das Unternehmen weiter
mit. Der Verkauf erfolge mit Wirkung zum Ablauf des 30.
November./err/stw/stk
ISIN DE0005545503 DE0005089031
AXC0134 2025-11-24/12:39
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Autor: - dpa-AFX
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