| Netanjahu spricht von 'Gelegenheiten für Frieden' in Nahost |
| 07.12.2025 16:35:00 |
Der israelische Ministerpräsident Benjamin
Netanjahu hat von "Gelegenheiten für Frieden" in der Region
gesprochen, aber gleichzeitig einen unabhängigen palästinensischen
Staat weiter abgelehnt. "Die iranische Achse ist zerschlagen", sagte
Netanjahu nach einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)
in Jerusalem mit Blick auf den Krieg in der Region in den
vergangenen zwei Jahren.
"Wir glauben, dass es einen Weg gibt, einen umfassenderen Frieden
mit den arabischen Staaten voranzubringen, und auch einen Weg, einen
funktionierenden Frieden mit unseren palästinensischen Nachbarn zu
schaffen", sagte Netanjahu weiter. "Aber wir werden keinen Staat vor
unserer Haustür schaffen, der sich unserer Zerstörung verschrieben
hat."
Merz: Zweistaatenlösung nur mit Verhandlungen zu verwirklichen
Merz sagte, man arbeite "mit an dem Ziel eines neuen Nahen Ostens",
in dem auch der Staat Israel anerkannt werde. "Unsere Überzeugung
lautet, die perspektivische Gründung eines palästinensischen Staats
an der Seite Israels eröffnet vermutlich die beste Aussicht auf
diese Zukunft."
Eine Zweistaatenlösung werde sich aber nur durch Verhandlungen
verwirklichen lassen und sie werde "am Ende dieser Verhandlungen
stehen". Solche Verhandlungen seien aber "eben jetzt notwendig". Mit
Zweistaatenlösung ist gemeint, dass Israel und ein unabhängiger
Palästinenserstaat friedlich Seite an Seite existieren.
Netanjahu sagte, die erste Phase des Gaza-Plans von US-Präsident
Donald Trump sei "fast vorbei", im Gazastreifen befinde sich noch
die Leiche einer Geisel. Eine Entwaffnung der islamistischen
Terrororganisation Hamas sei eine Vorbedingung für eine friedliche
Regelung, betonte er mit Blick auf das weitere Vorgehen. Die zweite
Phase des Waffenruhe-Plans werde schwieriger sein als die erste.
Netanjahu warnt vor wachsendem Antisemitismus
Netanjahu warnte außerdem vor einem gefährlichen Wiedererstarken des
Antisemitismus in aller Welt. Ungeachtet der Gräueltaten der Hamas
gegen Zivilisten am 7. Oktober 2023 würden bei Demonstrationen in
internationalen Hauptstädten Flaggen der Terrororganisation
getragen, beklagte er. "Dies ist empörend."/le/DP/mis
AXC0058 2025-12-07/16:35
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Autor: - dpa-AFX
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