| ROUNDUP: Söder und Grüner Bayaz: Unternehmenssteuern schneller senken |
| 07.12.2025 16:42:00 |
Angesichts der Konjunkturschwäche sprechen sich
sowohl CSU-Chef Markus Söder als auch Baden-Württembergs grüner
Finanzminister Danyal Bayaz dafür aus, die Unternehmen früher als
geplant steuerlich zu entlasten.
"Es wäre sinnvoll, die schrittweise Senkung der Körperschaftsteuer
von 2028 auf den 1. Juli 2026 vorzuziehen - sofern es unsere
finanziellen Spielräume zulassen", sagte Bayerns Ministerpräsident
Söder dem "Handelsblatt". "Das würde unserer Wirtschaft einen
wichtigen Schub geben." Wegen der anhaltend schwierigen
Wirtschaftslage reiche das bisher Geplante nicht. "Wir müssen unsere
Unternehmen zusätzlich entlasten."
Bayaz sagte der Zeitung: "Die Körperschaftsteuer kann zum kommenden
Jahr um zwei Prozentpunkte gesenkt werden, statt erst 2028 mit einer
stufenweisen Senkung zu beginnen." So könne der avisierte Steuersatz
von zehn Prozent noch in dieser Legislaturperiode erreicht werden.
"Das ist unseriös"
In der SPD zeigt man sich irritiert über Söders Vorstoß. "Eine
notwendige Bedingung zum Gelingen der Koalition ist es, dass alle
Koalitionspartner vertrauensvoll zusammenarbeiten. Dazu gehört, dass
nicht alle paar Wochen via Interview neue Vorschläge gemacht werden,
ohne zu sagen, wer das dann finanzieren soll", sagte die
Vize-Fraktionsvorsitzende Wiebke Esdar. "Das ist unseriös und einer
professionellen Regierungsarbeit nicht würdig."
Anders als Söder, der ein Vorziehen der Körperschaftsteuer-Senkung
von der Haushaltslage abhängig macht, möchte Bayaz, dass die
Bundesregierung dafür auf andere Projekte verzichtet. "Alles andere
- von der Anhebung der Pendlerpauschale über die Senkung der
Mehrwertsteuer für die Gastronomie bis hin zum Rentenpaket mit
Mütterrente - hätte zugunsten dieser Maßnahmen im Bundestag hinten
angestellt werden müssen und zwar zugunsten von Maßnahmen, die
unsere strukturelle Wettbewerbsfähigkeit stärken." So verstärke sich
der Eindruck, dass die Regierung den Ernst der Lage nicht erkannt
habe.
Sinkende Körperschaftsteuer soll internationale Wettbewerbsfähigkeit
erhöhen
Vorgesehen ist bisher, dass die Körperschaftsteuer ab 2028
schrittweise sinkt - und zwar von derzeit 15 Prozent auf 10 Prozent
im Jahr 2032. Das soll die Liquidität in den Unternehmen und die
internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Außerdem können seit
dem im Sommer verabschiedeten Steuerpaket Unternehmen bereits ihre
Ausgaben für Maschinen und Geräte im laufenden und in den nächsten
zwei Jahren degressiv von der Steuer abschreiben - und zwar mit bis
zu 30 Prozent.
In Baden-Württemberg, wo Bayaz Minister ist, wird im März gewählt.
Die Wirtschaftskrise ist in dem Bundesland, das stark durch
Autoindustrie und Maschinenbau geprägt ist, ein zentrales
Wahlkampfthema./and/DP/mis
AXC0065 2025-12-07/16:42
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Autor: - dpa-AFX
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