| ROUNDUP: Jeder zweite Zug zu spät - aber Bahn soll sauberer werden |
| 07.12.2025 16:50:00 |
Wer abschätzen will, wie es um die eigene
Bahnreise steht, kann derzeit eine Münze werfen. Kopf: Der Zug ist
pünktlich. Zahl: Er kommt zu spät. Auch im November war nahezu jeder
zweite Fernzug der Deutschen Bahn verspätet unterwegs. Lediglich
54,5 Prozent der Züge kamen ohne größere Verzögerung ans Ziel, wie
vorläufige Zahlen zeigen, die die Bahn nun veröffentlicht hat.
Das war zwar etwas besser als im Vormonat, als die Pünktlichkeit mit
51,5 Prozent so niedrig war wie wohl noch nie. Dennoch bleibt die
Zuverlässigkeit so schlecht wie seit Jahren nicht. Von dem einst
selbst gesteckten Pünktlichkeitsziel von mindestens 65 Prozent für
das laufende Jahr haben sich das Unternehmen und auch der Bund als
Eigentümer schon lange verabschiedet.
Es wird so viel gebaut wie nie
Als verspätet gilt ein Zug ab einer Verzögerung von sechs Minuten.
Zugausfälle sind dabei nicht berücksichtigt. Sie fließen hingegen in
die sogenannte Reisendenpünktlichkeit ein. Sie misst, wie viel
Prozent der Fahrgäste in einem bestimmten Zeitraum mit einer
maximalen Verspätung von unter 15 Minuten am Ziel ankamen. Im
November lag diese Quote bei 61,7 Prozent. Das ist der
viertniedrigste Wert seit Anfang 2024. Erst seitdem veröffentlicht
die Bahn diese Statistik.
Die Gründe sind lange bekannt: Aufgrund des schlechten Zustands des
Schienennetzes wird so viel gebaut wie noch nie. Die Baustellen
bremsen den Fernverkehr aus. Hinzu kommen die überlasteten
Fernverkehrsknoten, vor denen sich die Züge immer wieder stauen.
Diese Verzögerungen wirken sich schnell aufs gesamte Netz aus.
Vorerst keine Besserung in Sicht
Zwar soll es um Weihnachten herum etwas besser werden, weil die Bahn
- wie zu dieser Zeit üblich - auf Baustellen pausieren und mehr Züge
einsetzen will. Doch Bahnchefin Evelyn Palla hat bereits klar
gemacht, dass mittelfristig keine Besserung der Situation auf der
Schiene in Sicht ist. Die Zahl der Baustellen werde sich auch im
kommenden Jahr deutlich auf 28.000 erhöhen, sagte sie vor einigen
Wochen. Das sei eine große Belastung fürs Netz - und damit auch für
die Fahrgäste.
Der "Bild am Sonntag" sagte sie nun: "Es geht jetzt darum, die
Pünktlichkeit zu stabilisieren, also die Talsohle zu erreichen, und
dann nach oben zu bringen." Palla versprach zugleich zumindest
schnelle Besserung mit Blick auf die Sauberkeit und Sicherheit. Der
Kunde solle spüren, dass sich bei der Bahn trotz der
Verschlechterung bei der Pünktlichkeit etwas ändere, sagte die
Konzernchefin, die seit Anfang Oktober im Amt ist. Dafür kündigte
sie "Sofortprogramme" an.
Quadrostreife statt Doppelstreife an Bahnhöfen
"Da geht es um mehr Komfort im Fernverkehrszug, um
Toilettenverfügbarkeit, um sauberere WCs, um sauberere Züge. Und es
geht um die Verfügbarkeit der Bordbistros - jeder soll sich Kaffee
und Baguette kaufen können", führte Palla aus.
Zugleich solle aber auch die Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen
ins Visier genommen werden. "Ganz konkret planen wir, an 18 großen
deutschen Bahnhöfen die Doppelstreife, die wir heute schon haben, zu
verstärken - zu einer Quadrostreife, die jeweils aus zwei
Sicherheitsleuten von der DB-Sicherheit und zwei Polizisten
besteht."/maa/thn/DP/mis
AXC0069 2025-12-07/16:50
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Autor: - dpa-AFX
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