| Philippsburg wird Standort für Batteriespeicher-Gigant |
| 09.12.2025 13:15:00 |
Nördlich von Karlsruhe will der
Energieversorger EnBW ab dem Frühsommer 2026 einen
der größten Batteriespeicher Deutschlands bauen. Die geplante
Kapazität von 800 Megawattstunden deckt den Angaben zufolge
rechnerisch den täglichen Strombedarf von rund 100.000 Haushalten.
Die finale Investitionsentscheidung für den Großbatteriespeicher im
Energiepark Philippsburg sei nun getroffen, teilte der Karlsruher
Konzern mit. Zu konkreten Kosten äußerte er sich zunächst nicht. Die
Finanzierung sei ohne staatliche Förderung, sondern unter anderem
über Erlöse aus der Stromvermarktung geplant. Planmäßig solle der
Speicher Ende 2027 in Betrieb genommen werden.
Energiewende macht Ausbau an Batteriespeichern nötig
Im Zuge der Energiewende mit dem Fokus auf Solar- und Windstrom sind
Batteriespeicher als Ausgleich angesichts der schwankenden Erzeugung
wichtig. So sollen die Stromversorgung und das Netz stabil gehalten
werden. "Sie sind eine ideale Ergänzung zu wasserstofffähigen
Gaskraftwerken, die für längere Einsatzzeiträume ausgelegt sind",
erklärte der EnBW-Vorstand für Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur,
Peter Heydecker, laut Mitteilung.
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hatte vor ein
paar Jahren den Bedarf an elektrischen Speichern auf 180
Gigawattstunden (GWh) bis zum Jahr 2045 beziffert. Doch derzeit
haben die Speicher eine Kapazität von 24,03 GWh, wie aus den Battery
Charts der RWTH Aachen hervorgeht.
Daher gibt es viele derartige Projekte: Der Energiekonzern RWE
beispielsweise hatte Ende Oktober den symbolischen
Spatenstich für einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von rund
700 Megawattstunden im bayerischen Gundremmingen gesetzt. Europas
derzeit größter Batteriespeicher mit einer Speicherkapazität von
4.000 Megawattstunden ist in der Lausitz geplant, wie der
Energiekonzern Leag im November angekündigt hatte.
Warum der Standort Philippsburg?
In Philippsburg werden derzeit die beiden Blöcke des Atomkraftwerks
zurückgebaut. Auf einem benachbarten Teil des Energieparks hat der
Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW ein großes
Gleichstrom-Umspannwerk errichtet. Dieser Konverter ist Teil der
neuen Höchstspannungstrasse Ultranet, die Windstrom aus
Norddeutschland in den Südwesten bringen soll./kre/DP/mis
ISIN DE0007037129 DE0005220008
AXC0152 2025-12-09/13:15
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Autor: - dpa-AFX
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