| Grüne fordern mehr Verantwortung für ostdeutsche Chemie |
| 14.12.2025 17:15:00 |
Vor dem "Chemiegipfel Ostdeutschland" in Böhlen
bei Leipzig haben die Grünen in Sachsen und Sachsen-Anhalt sowohl
die Unternehmen als auch die Regierungen in die Pflicht genommen.
Die ostdeutsche Chemiebranche steht seit längerem unter Druck. Laut
Gewerkschaft IG BCE arbeiten in der chemisch-pharmazeutischen
Industrie in Ostdeutschland rund 63.000 Menschen. Die Kapazitäten
seien aber nur zu 70 Prozent ausgelastet.
Grüne: Unternehmen müssen ihrer Verantwortung gerecht werden
Unter anderem hatte der US-Konzern Dow vor einigen
Monaten bekanntgegeben, dass ein Teil seiner Anlagen in Schkopau
(Sachsen-Anhalt) und Böhlen (Sachsen) Ende 2027 geschlossen werden
soll. Die Grünen-Fraktionen in den Landtagen von Sachsen und
Sachsen-Anhalt fordern im Vorfeld des Gipfels Dow auf, seiner
Verantwortung für den Standort gerecht zu werden und eine
Übergangslösung zu ermöglichen. Zudem sollen Landes- und
Bundesregierung den Druck auf das Unternehmen erhöhen sowie
Standort- und Investitionspflichten einführen.
"Wer von öffentlichen Förderungen und günstigen Rahmenbedingungen
profitieren will, darf sich im Chemiedreieck nicht einfach aus der
Verantwortung stehlen", betonte die Landesvorsitzenden der Grünen in
Sachsen-Anhalt, Susan Sziborra-Seidlitz.
Der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im
sächsischen Landtag, Wolfram Günther, kritisierte, dass schnelle
Ansiedlungserfolge mehr zählten als nachhaltige Industriestärke.
"Dadurch verloren die Länder langfristig jede Verhandlungsmacht. Nun
setzt Dow auf Marktbereinigung zulasten des Standortes und aus der
Union erleben wir nur Schulterzucken."
Fünf Forderungen an die Bundesregierung
Auf dem "Chemiegipfel Ostdeutschland" wollen Arbeitgeberverbände und
Gewerkschaften am Montag auch fünf Kernforderungen an die
Bundesregierung übergeben, um die Chemie-Standorte zu erhalten und
die Jobs in der Branche zu sichern. Die Forderungen umfassen etwa
die Stärkung der Wertschöpfungsketten, eine wettbewerbsfähige
Energieversorgung, eine pragmatische Klimapolitik sowie einen
systematischen Bürokratieabbau./jan/DP/he
ISIN US2605571031
AXC0023 2025-12-14/17:15
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Autor: - dpa-AFX
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