| Handelskammer-Hamburg-Chef: Reform-Versprechen nicht erfüllt |
| 31.12.2025 15:13:00 |
Der Präses der Handelskammer Hamburg, Norbert
Aust, hat die wirtschaftspolitischen Bemühungen der Bundesregierung
als unzureichend kritisiert. "Aus Berlin wurde uns ein Aufbruch
versprochen, ein echter "Herbst der Reformen"", sagte Aust in einer
Grundsatzrede zum Jahresende in Hamburg. "Leider sieht die Realität
etwas anders aus."
Die Bundesregierung verharre im Tagesgeschäft, monierte Aust während
der "Versammlung Ehrbarer Kaufleute" in dem voll gefüllten
Börsensaal der Handelskammer. Die Regierung reagiere, gestalte aber
nicht. Das schuldenfinanzierte Sondervermögen für Infrastruktur von
500 Milliarden Euro sollte wie angedacht nur für Investitionen
verwendet werden, sagte er.
Weiter sagte Aust, die Zollverhandlungen mit den USA seien zum
Nachteil Europas ausgefallen. Daraus ergäben sich zwei
Erfordernisse: Europa müsse neue Märkte erschließen und in
Sicherheitsfragen unabhängiger werden.
Wirtschaftskrise geht in nicht spurlos an Hamburg vorbei
Deutschland befinde sich in einer Wirtschaftskrise, sagte Aust vor
Unternehmern, Mitgliedern des Senats sowie der Bürgerschaft. Die
Krise gehe nicht spurlos an Hamburg vorbei. "Die Investitionspläne
der Hamburger Unternehmen sind insgesamt zurückhaltend." Nur jedes
fünfte Unternehmen erwarte, dass sich die wirtschaftlichen
Verhältnisse in naher Zukunft besserten.
Trotz dieses Zustands hat Hamburg Aust zufolge eine gute
Ausgangsposition: Die politische Lage sei stabil, die lokale
Wirtschaft robust und es gebe einen gesunden Branchenmix. Der
erforderliche Wandel könne aus einer Position relativer Stärke
gestaltet werden.
Aust rief zum Schulterschluss auf. "Hamburg war immer dann
erfolgreich, wenn Politik und Wirtschaft gemeinsam vorangegangen
sind." Handlungsbedarf bestehe etwa im Hafen. Hamburg habe in den
vergangenen 20 Jahren Umschlag verloren, während Wettbewerber
wuchsen, kritisierte Aust. Es brauche mutige Flächenpolitik und mehr
Automatisierung als bislang./lkm/DP/he
AXC0034 2025-12-31/15:13
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Autor: - dpa-AFX
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