| AKTIEN IM FOKUS: Alphabet und Nvidia überflügeln 2025 den US-Technologiesektor |
| 31.12.2025 22:24:00 |
Die Aktien der sieben US-Tech-Riesen, der
"Magnificent Seven", haben den Anlegern im abgelaufenen Jahr
ausnahmslos Gewinne beschert - allerdings war die Spannweite der
Kursaufschläge sehr hoch. Und lediglich die Papiere der
Google-Mutter Alphabet und die Anteilscheine des
Künstliche-Intelligenz-Pioniers Nvidia konnten den
Nasdaq 100 schlagen, wie sich am Mittwoch, dem
letzten US-Handelstag des Jahres, endgültig zeigte. Bei diesen
beiden Unternehmen waren damit die Hoffnungen auf gute Geschäfte mit
KI besonders groß.
Microsoft , Tesla , Meta ,
Apple und Amazon hingegen hinkten dem
US-Technologieindex hinterher. Hier machten sich spürbarer als bei
Alphabet und Nvidia Bedenken wegen der hohen Bewertungen der
Unternehmen breit. Gleichwohl erklommen alle sieben Werte 2025
Rekordhöhen.
So haben die "Magnificent Seven" im Einzelnen abgeschnitten:
A-Aktien von Alphabet +65,3%: Im September hatte der Börsenwert des
Unternehmens erstmals die Marke von drei Billionen US-Dollar
erreicht. Microsoft wurde mittlerweile von Alphabet in der Rangliste
als drittwertvollstes Unternehmen abgelöst. Wichtigster Geldbringer
ist weiterhin das Werbegeschäft der Suchmaschine Google samt der
Videoplattform Youtube. Analyst Ron Josey von der Bank Citigroup
sieht einen beschleunigten Produktentwicklungszyklus, der sich mit
der zunehmenden Verbreitung des KI-basierten Chatbots Gemini sowohl
im Anzeigen- als auch im Cloud-Geschäft abzuzeichnen beginne.
Nvidia +38,9%: Der KI-Boom lässt das Geschäft weiterhin explosiv
wachsen. Davon angetrieben ist der Chipkonzern zum wertvollsten
Unternehmen der Welt aufgestiegen - mit einem Abstand zu Apple, der
mittlerweile eine halbe Billion Dollar groß ist. Die Chipsysteme von
Nvidia wurden zu einer Schlüsseltechnologie für Software mit
Künstlicher Intelligenz. Sie werden sowohl für das aufwendige
Training von KI-Modellen zum Beispiel für den Chatbot ChatGPT
eingesetzt als auch beim Betrieb der Software.
Microsoft +14,7%: Wie der gesamte Technologie-Sektor litt auch der
Software-Hersteller Microsoft zu Jahresbeginn unter der erratischen
Handelspolitik des US-Präsidenten Donald Trump. Insbesondere der
Zollkonflikt mit China verunsicherte die Anleger. Am 1. Mai aber
sorgten gute Quartalszahlen für einen Stimmungsumschwung. Microsoft
befindet sich dank hoher Nachfrage nach Produkten rund um Künstliche
Intelligenz und Cloud-Dienste auf rasantem Wachstumskurs. Allerdings
reicht die Kapazität bei den Datenzentren nicht aus, um die
komplette Nachfrage nach Cloud-Dienstleistungen zu befriedigen.
Tesla +11,4%: Der Aktienkurs des Elektroautobauers ging nach der
Amtseinführung von Trump am 20. Januar zunächst auf Talfahrt. Er
beauftragte Unternehmenschef Elon Musk mit der Senkung der
Regierungsausgaben. Die politischen Aktivitäten sorgten bei Anlegern
für Befürchtungen, das er dem Unternehmen in schwierigen Zeiten zu
wenig Aufmerksamkeit schenken könnte.Im April aber stabilisierte
sich der Kurs, und in den folgenden Monaten ging es mit dem Markt
wieder aufwärts mit Tesla; der Tech-Milliardär Musk hatte seinen
Rückzug aus Washington eingeleitet. Kurstreiber ist mittlerweile
aber weniger das E-Autogeschäft, vielmehr ist Tesla eine große
"Wette" auf das Geschäft mit Robotaxis sowie mit humanoiden
Robotern.
Meta +12,7% - Auch Meta hatte am 1. Mai mit seinen Geschäftszahlen
für einen Kurssprung gesorgt. Ende Oktober aber verschreckten
steigende Investitionsausgaben in KI die Anleger. Gründer und Chef
Mark Zuckerberg sagte, Meta wolle die Branche bei der verfügbaren
Computerleistung anführen. Man baue die Kapazität der Rechenzentren
"aggressiv" aus - in Erwartung eines drastisch höheren Bedarfs durch
eine breite Nutzung Künstlicher Intelligenz. Der Meta-Chef hat große
Ambitionen, Rivalen wie den ChatGPT-Entwickler OpenAI sowie Google
und Elon Musks Firma xAI bei Künstlicher Intelligenz zu überflügeln.
Große Pläne hatte Zuckerberg auch mit dem Aufbau eines digitalen
Paralleluniversums unter dem Namen "Metaverse". Im Dezember
reagierten Anleger hier erleichtert auf Budgetkürzungen.
Apple +8,6% - Apple war ehemals das wertvollste Unternehmen der
Welt, wurde aber von Nvidia abgelöst. Der iPhone-Hersteller litt
zuletzt unter wachsenden Zusatzkosten durch Trumps Zölle.
Apple-Geräte werden größtenteils in Asien gebaut, etwa in China,
Indien und Vietnam. Für Einfuhren aus diesen Ländern in die USA
wurden schrittweise hohe Zölle fällig. Trump und seine Minister
sprechen immer wieder davon, dass sie gern eine iPhone-Produktion in
den USA sehen würden. Doch die Lieferketten der gesamten Branche
hatten sich schon vor Jahren nach Asien verlagert.
Amazon +5,2% - Der Handels-, Medien- und Technologiekonzern hatte
zwar im dritten Quartal vor allem wegen eines starken Wachstums in
seiner Cloudsparte AWS deutlich mehr umgesetzt. Jefferies-Experte
Brent Thill aber äußerte sich skeptisch. Der Auftragsbestand sei
schwächer gewachsen. Dieser sei als Frühindikator besonders
bedeutend. Analyst Doug Anmuth von der Bank JPMorgan ist
zuversichtlicher: Generative KI und KI-Infrastruktur blieben im
Fokus und Amazon verbessere hier seine Position. AWS wolle die
KI-Lücke zur Konkurrenz schließen./la/tih/he
ISIN US02079K3059 US5949181045 US67066G1040 US88160R1014 US30303M1027
AXC0097 2025-12-31/22:24
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Autor: - dpa-AFX
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