| Selenskyj erwartet weitere Fortschritte bei Verhandlungen |
| 01.01.2026 20:28:00 |
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj
erwartet bei den Verhandlungen mit Amerikanern, Europäern und
Vertretern der Nato in den nächsten Tagen weitere Fortschritte im
Ringen um Sicherheitsgarantien. "Das Wichtigste sind die
Sicherheitsgarantien für die Ukraine", sagte Selenskyj in seiner in
Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. "Politisch ist fast
alles vorbereitet, und es ist wichtig, jedes Detail zu klären, wie
die Garantien in der Luft, zu Lande und zu Wasser funktionieren
werden, wenn es uns gelingt, den Krieg zu beenden", führte er aus.
Beim Treffen der nationalen Sicherheitsberater an diesem Samstag (3.
Januar) in Kiew hätten 15 Länder, Vertreter der EU und der Nato ihre
Teilnahme zugesagt. Das amerikanische Team werde online
zugeschaltet, sagte Selenskyj. Am 5. Januar solle es Gespräche auf
Ebene der Generalstabschefs geben, gefolgt von einem Gipfel der
"Koalition der Willigen" am Dienstag. Die Ukraine bereite sich auf
ein produktives Treffen vor, sagte Selenskyj.
Selenskyj berichtete auch von einem Telefonat mit Zyperns
Präsidenten Nikos Christodoulides, der den EU-Ratsvorsitz für die
nächsten sechs Monate innehat. "Die Mitgliedschaft der Ukraine in
der Europäischen Union ist auch eine Sicherheitsgarantie, und wir
arbeiten ebenfalls auf die Mitgliedschaft hin", sagte Selenskyj.
Selenskyj: Brauchen Geld für Waffen, Raketen für Flugabwehr
Das Wichtigste für die Ukraine sei weiter eine ausreichende
Unterstützung von den Partnern. "Davon hängt alles ab, vor allem die
Soldaten an der Front, alle unsere Verteidiger und Verteidigerinnen,
unsere Industrie, unsere Produktion, die Waffenproduktion", sagte
Selenskyj. Das Land brauche Raketen für die Flugabwehr, Geld für
Waffen, Drohnen, Technik - "für alles, was notwendig ist".
Selenskyj berichtete auch von einem Besuch seines Chefunterhändlers
Rustem Umjerow in der Türkei, der das Ziel hatte, die
Gefangenenaustausche wieder aufzunehmen. "Wir brauchen diese
Unterstützung, um unsere Ukrainer aus russischer Gefangenschaft nach
Hause zu holen", sagte Selenskyj. Nach viel Aktivität 2025 seien die
Austausche zuletzt zum Erliegen gekommen.
Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren mit westlicher Hilfe
gegen Russlands Angriffskrieg. Die von US-Präsident Donald Trump
angestoßenen Friedensverhandlungen laufen seit Wochen intensiv,
allerdings ist ein Kriegsende nicht in Sicht. Russland ist auch bei
den von Selenskyj angekündigten nächsten Treffen außen
vor./mau/DP/zb
AXC0064 2026-01-01/20:28
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Autor: - dpa-AFX
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