| Angriff auf Putin-Residenz? Moskau übergibt USA Material |
| 02.01.2026 05:45:00 |
Russland hat nach eigenen Angaben auf einer
ukrainischen Drohne Navigationsdaten entschlüsselt, die einen
angeblich geplanten Angriff auf eine Residenz von Kremlchef Wladimir
Putin beweisen sollen. Die Materialien mit entschlüsselten
Routing-Daten in einer Mappe sowie ein Bauteil der Drohne seien
einem Vertreter des Militärattachés der US-Botschaft in Moskau
übergeben worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.
Das Ministerium veröffentlichte auch ein Video von dieser
ungewöhnlichen Begegnung des Chefs des russischen
Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow, mit den Uniformierten.
Die Ukraine bezeichnet die russischen Vorwürfe seit Tagen als Lüge -
mit dem Ziel, Schläge gegen Regierungsgebäude in Kiew zu
rechtfertigen.
Moskau zeigte Drohne im Wald im Schnee
Russische Geheimdienstexperten hätten die Daten entschlüsselt, sagte
der selten in der Öffentlichkeit auftretende GRU-Chef Kostjukow in
dem Video. Damit sei klar belegt, dass diese Drohne am 29. Dezember
2025 in der Region Nowgorod einen Terroranschlag auf die Residenz
Putins ausführen sollte. Russland hoffe, dass dies zur
Wahrheitsfindung beitrage, sagte Admiral Kostjukow. Die russische
Seite machte keine Angaben zu den Namen der US-Vertreter und deren
Positionen.
Seit dem 29. Dezember behauptet Russland, dass die Ukraine versucht
habe, die Waldai-Residenz Putins mit Kampfdrohnen anzugreifen. Alle
Drohnen seien abgeschossen worden. Nach tagelangen Forderungen der
Ukraine, Beweise vorzulegen, veröffentlichte das
Verteidigungsministerium in Moskau am Silvestertag mehrere Videos.
Zu sehen war auch eine Drohne in einem Wald im Schnee, Karten mit
Flugrouten und Uhrzeiten sowie angebliche Augenzeugen.
Reaktion auf Berichte über CIA-Schlussfolgerung
Putin hatte am Montag auch US-Präsident Donald Trump über die
Drohnenangriffe informiert. Der Kreml erklärte, dass Russland zwar
nicht aussteigen wolle aus den von Trump angestoßenen Verhandlungen
über eine Beendigung des Krieges, aber eine härtere Position
einnehmen werde. Kiew und Moskau werfen sich gegenseitig vor, den
Vorfall zu benutzen, um die Friedensverhandlungen zu stören.
Unstrittig ist, dass die Ukraine in ihrem Kampf gegen Putins
Angriffskrieg täglich auch russische Ziele angreift. Zweifel gibt es
aber an der russischen Darstellung, dass Putins Residenz das Ziel
gewesen sein soll.
CIA sieht laut Medien keinen Angriff auf Putins Residenz
Die Übergabe von Material an die USA gilt auch als Reaktion auf
Berichte in amerikanischen Medien, nach denen der
US-Auslandsgeheimdienst CIA ermittelt habe, dass die ukrainischen
Drohnen nicht Putins Residenz als Ziel gehabt hätten. Darüber sei
auch Trump informiert worden, hieß es. Der US-Präsident hatte den
angeblich geplanten Angriff auf Putin kritisiert - zur Freude des
Kreml. Russische Kommentatoren hatten die CIA-Führung als
proukrainisch und verlogen kritisiert.
Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren mit westlicher Hilfe
gegen einen von Putin befohlenen Angriffskrieg gegen das
Nachbarland./mau/DP/zb
AXC0016 2026-01-02/05:45
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Autor: - dpa-AFX
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