| ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Guter Start ins Börsenjahr 2026 |
| 02.01.2026 10:08:00 |
Am ersten Börsentag des Jahres 2026 sind die
deutschen Aktienindizes höher gestartet. Nach dem starken Jahr 2025
mit einem Dax -Gewinn von 23 Prozent
kletterte der deutsche Leitindex in der ersten Handelsstunde am
Freitag über die Marke von 24.600 Punkten und nahm Kurs auf das
Rekordhoch bei 24.771 Punkten aus dem Oktober. Zuletzt verzeichnete
der Dax ein Plus von 0,43 Prozent auf 24.595 Punkte.
Allzu viel ist an diesem Freitag zwischen Neujahr und dem Wochenende
allerdings nicht los. Viele Investoren sind am Brückentag noch in
der Pause rund um den Jahreswechsel zurück. Das Geschehen am Markt
dürfte daher erst ab der kommenden Woche deutlicher an Fahrt
aufnehmen. Gerade bei etwas kleineren Einzelwerten sind bei
geringerem Handelsvolumen aber auch größere Ausschläge möglich.
Der MDax der mittelgroßen Werte gewann am Freitag
0,78 Prozent auf 30.855 Zähler. Der EuroStoxx 50 ,
Leitindex der Eurozone, stieg auf ein Rekordhoch und stand zuletzt
0,8 Prozent höher bei 5.836 Punkten. In London ließ der FTSE 100
erstmals in seiner Geschichte die runde Marke von
10.000 Punkten hinter sich. Der europäische Rohstoffsektor
setzte seinen Aufwärtstrend fort. Gold und Silber
blieben nach ihren Rallys 2025 gefragt.
Mit Blick auf den Dax und das Jahr 2026 sind Experten optimistisch,
es gibt aber auch mahnende Stimmen. Analyst Frank Sohlleder vom
Broker ActivTrades hält den deutschen Leitindex im Vergleich zu den
heißgelaufenen US-Indizes für moderat bewertet. "Es mehren sich die
Anzeichen für eine signifikante Kapitalrotation: Investoren könnten
Gelder aus den USA abziehen und in die preiswerteren europäischen
Blue Chips umschichten", erläuterte er.
Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners sieht
den Dax jedoch vor einem herausfordernden Börsenjahr. Die
Unternehmensgewinne seien im vergangenen Jahr auf einen neuen Rekord
geklettert, die Aktienkurse allerdings deutlich stärker angestiegen
als die Gewinne.
Neben dem Dauerbrenner Künstliche Intelligenz (KI) - hier befürchten
Beobachter eine deutlichere Kurskorrektur in absehbarer Zeit -
bleiben geopolitische Krisenherde im Fokus. In Europa lässt im
Ukraine-Krieg ein echter Durchbruch weiterhin auf sich warten. In
Amerika sorgt das Vorgehen der USA gegenüber Venezuela für
Anspannung und in Asien könnte 2026 der China-Taiwan-Konflikt
stärker zum Thema werden.
So bekräftigte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in seiner
Neujahrsansprache den Anspruch auf eine Wiedervereinigung mit
Taiwan. Das chinesische Militär hatte überdies diese Woche erneut
große Manöver rund um Taiwan abgehalten. Beobachter werteten die
Übungen unter anderem als Reaktion auf ein zuletzt genehmigtes
US-Waffenpaket für Taipeh.
Die Inselrepublik Taiwan wird demokratisch regiert und ist auch für
westliche Staaten unter anderem als Lieferant von Computerchips ein
unverzichtbarer Partner.
Rüstungsaktien waren 2025 erneut unter den stärksten Werten am
deutschen Aktienmarkt. Im Dax hatten Rheinmetall mit
einem Kurszuwachs von 154 Prozent die Nase vorn. Das Fortdauern des
russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und die damit
einhergehenden Verteidigungsausgaben westlicher Länder trieben den
Kurs nach oben.
An diesem Freitag legten Rheinmetall um 1,8 Prozent zu. Von ihrem
Rekordhoch bei mehr als 2.000 Euro von Anfang Oktober sind die Titel
aktuell aber noch ein Stück entfernt. Besser als Rheinmetall waren
zum Jahresstart im Dax nur die Papiere der Deutschen Telekom
mit einem Anstieg von 1,9 Prozent sowie des
Triebwerkherstellers MTU mit plus 2,6 Prozent und des
Flugzeugbauers Airbus mit plus 2,5 Prozent./ajx/zb
ISIN DE0008469008 EU0009658145 DE0005557508 DE0008467416
AXC0053 2026-01-02/10:08
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Autor: - dpa-AFX
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