| WDH: FIFA verärgert TV-Sender und stellt Fans vor Probleme |
| 02.01.2026 13:27:00 |
(Wiederholung aus technischen Gründen.)
WASHINGTON/BERLIN (dpa-AFX) - Die Überraschung war groß und
unangenehm. Als die TV-Verantwortlichen in einem Hilton
-Hotel in Washington per Stream den FIFA-Showact zur
Veröffentlichung des Spielplans der Fußball-Weltmeisterschaft
verfolgten, wurden sie von den vielen Anstoßzeiten überrumpelt - am
Ende waren es 15 verschiedene.
Bei den Vertragsverhandlungen war nach Informationen der Deutschen
Presse-Agentur von vier verschiedenen Anstoßzeiten die Rede. Die
Partien beim Turnier in Nordamerika sollten - umgerechnet auf
Mitteleuropäische Sommerzeit - um 18.00 Uhr, 21.00 Uhr, 00.00 Uhr
und 03.00 Uhr angepfiffen werden. Doch es kam ganz anders.
Viele Spiele beginnen in der deutschen Nacht
Es traf die TV-Manager unvorbereitet, als immer neue Anstoßzeiten
beim Showact des Weltverbandes präsentiert wurden. Von 18 Uhr bis 6
Uhr morgens MESZ reichen nun die diversen Anstoßzeiten, in der Summe
sind es dreimal so viele wie bei der bisher letzten WM. Und auch die
Vielzahl der Spiele in der deutschen Nacht kam unerwartet.
Das ist auch für die Fans hart. Mehr als die Hälfte der Partien
beginnt um Mitternacht oder noch später. Wer das österreichische
Team mit dem deutschen Trainer Ralf Rangnick sehen will, muss einmal
um 4.00 Uhr (Algerien) und einmal um 6.00 Uhr (Jordanien) den
Fernseher einschalten.
Lizenznehmer in Deutschland ist die Deutsche Telekom ,
die im Mai voller Stolz den Kauf der 104 Partien der WM 2026
verkündete, sich aktuell aber nicht zum Thema der Anstoßzeiten
äußern möchte. Dem Vernehmen nach gibt es Gespräche mit der Fifa
über den Vertrag. Nur an den Anstoßzeiten ändert sich sicher nichts
mehr.
Der Weltverband möchte sich zu den Gesprächen nicht äußern. Er
verweist aber darauf, dass die Anstoßzeiten auch mit Rücksicht auf
die hohen Temperaturen im US-Sommer und auf die vielen verschiedenen
TV-Märkte ausgesucht worden seien. Bei der WM in Katar begannen die
Spiele zu fünf verschiedenen Zeiten.
Problem: Werbung nach 20 Uhr verboten
Dass es vor allem deutlich weniger 18 Uhr-Spiele als ursprünglich
besprochen gibt, trifft auch ARD und ZDF. Die beiden
öffentlich-rechtlichen TV-Sender hatten im Oktober in einem
komplexen Sublizenzierungs-Vertrag mit der Telekom Rechte für 60
Spiele für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko erworben.
Das Problem ist: Nur bis 20 Uhr dürfen ARD und ZDF Werbung zeigen.
Nur bis dahin lässt sich Geld einnehmen, um einen Teil der Kosten
für die Rechte wieder hereinzuholen. Bei den Spielen der deutschen
Mannschaft in der Vorrunde ist das nur am 14. Juni beim um 19.00 Uhr
beginnenden Spiel gegen Curaçao möglich.
"Eine echte Herausforderung"
Am 20. Juni gegen die Elfenbeinküste und am 25. Juni gegen Ecuador
sind keine Werbespots erlaubt, denn die Begegnungen beginnen um
22.00 Uhr/MESZ. Werbung ist dann im öffentlich-rechtlichen Fernsehen
verboten, nur Sponsoring erlaubt. Im Medienstaatsvertrag gibt es
dafür Ausnahmen für "Übertragung von gesellschaftlich relevanten
Sportgroßereignissen". ARD und ZDF wollen sich zu dem Thema
öffentlich nicht äußern.
Eher generell sagt ZDF-Sportchef Yorck Polus: "Die unterschiedlichen
Anstoßzeiten stellen für die Planung unserer Übertragungen eine
echte Herausforderung dar." Das beziehe sich "auf alle Aspekte:
Einplanung der Zeitslots ins ZDF-Gesamtprogramm, Organisation der
Übertragungen, Logistik und Personaleinsatz, Umsetzung unseres
redaktionellen Konzeptes und Ähnliches mehr".
Aber auch für die Telekom wird die Werbevermarktung schwerer, je
später die Partien angepfiffen werden. Diese Erlöse sind eine der
drei wichtigen Einnahmesäulen neben dem Verkauf von Pay-Abonnements
für MagentaTV und dem Verkauf der Sub-Lizenzen an ARD und
ZDF./mrs/DP/mis
ISIN US64110L1061 DE0005557508 US0231351067 LU0061462528 DE000PSM7770
AXC0085 2026-01-02/13:27
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Autor: - dpa-AFX
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