| Datennutzung an Silvester stark gestiegen - Rekord |
| 03.01.2026 10:49:00 |
Die Menschen in Deutschland haben in der
Silvesternacht so viel Datenvolumen genutzt wie nie zuvor. Zwischen
20 und 3 Uhr wurden etwa im Mobilfunknetz von Vodafone
rund 4,5 Millionen Gigabyte übertragen und damit 50
Prozent mehr als beim vorherigen Jahreswechsel, wie das Unternehmen
mitteilte. Mit der Datenmenge könnte man fast 200 Jahre am Stück
Serien und Filme bei Netflix in HD-Qualität streamen,
hieß es.
Bei der Deutschen Telekom waren es nach eigenen Angaben 3,9
Millionen Gigabyte Daten, was einem Plus von 35 Prozent entsprach.
Konkurrent O2 Telefónica registrierte sogar 5,7 Millionen Gigabyte
(plus 3,6 Prozent).
Der hohe Zuwachs bei Vodafone und das niedrige Plus bei O2 liegt
daran, dass 2025 mehrere Millionen Mobilfunkkunden, die bei 1&1
einen Vertrag haben, umgebucht wurden: Sie werden
inzwischen mit dem Vodafone-Netz verbunden und nicht mehr mit dem
O2-Netz.
Datenvolumen steigt ständig
Schon in den vergangenen Jahren waren die Werte immer weiter
gestiegen. Lediglich während der Corona-Pandemie waren sie
zwischenzeitlich rückläufig gewesen.
Ein Grund für den Anstieg ist die erhöhte Nutzung von
Video-Telefonaten, hochauflösenden Selfies und einer steigenden Zahl
von KI-Anfragen. Hinzu kommt, dass Videos immer öfter auch mit dem
Smartphone oder Tablet per Mobilfunk gestreamt werden.
Vodafone-Chef Marcel de Groot sieht auch technische Ursachen für den
Datenanstieg. "Es gibt immer weniger Funklöcher und an immer mehr
Orten schnellen 5G-Mobilfunk - auch auf dem Land." Weil die Netze
stärker seien, steige die Nutzung. Die Anbieter haben ihr 5G-Netz im
vergangenen Jahr erneut verbessert.
Neujahrswünsche im Schnelldurchlauf
Eine Zunahme verzeichneten die Anbieter auch bei Telefongesprächen.
Allein im Mobilfunknetz von Vodafone wurden in der ersten Stunde des
neuen Jahres 7,5 Millionen klassische Telefonate geführt - 40
Prozent mehr als im Vorjahr. Bei O2 Telefónica waren es ebenfalls
mehr als sieben Millionen Telefongespräche in der Stunde nach
Mitternacht. Diese blieben traditionell kurz: Im Schnitt benötigten
die Menschen 78 Sekunden, um Familie und Freunden am Telefon ein
frohes neues Jahr zu wünschen.
Die Nutzung der klassischen Telefonie ist allerdings seit Jahren
tendenziell rückläufig, weil die Menschen immer häufiger chatten
oder über die Datendienste telefonieren./chd/DP/he
ISIN DE0005545503 US64110L1061 DE0005557508 GB00BH4HKS39 DE000A1J5RX9
AXC0018 2026-01-03/10:49
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Autor: - dpa-AFX
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