| Kiesewetter: Ukraine-Einsatz nicht ausschließen |
| 03.01.2026 11:35:00 |
Politiker von CDU und FDP halten einen Einsatz
der Bundeswehr in der Ukraine für möglich - nach einem
Waffenstillstand und innerhalb einer multinationalen Truppe. Der
CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sagte dem "Spiegel", die
Frage der Bodentruppen stelle sich erst nach einem Waffenstillstand.
Er betonte aber: "Deutschland als selbst ernannte Führungsnation
sollte hier zumindest in der öffentlichen Kommunikation nichts
ausschließen."
Deutschland, so Kiesewetter, sollte die sogenannte Koalition der
Willigen mit einer "angemessenen, also umfangreichen deutschen
Beteiligung rechtssicher organisieren". In jedem Fall sollten die
Truppen aus den Staaten der "Koalition der Willigen" auch offen für
Beiträge Dritter sein, die die Haltung von Nato und EU unterstützen,
sagte der Bundestagsabgeordnete.
Strack-Zimmermann: "Das sollte jedem klar sein"
Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des
Verteidigungsausschusses im EU-Parlament, sagte dem Magazin:
"Deutschland muss bei einer möglichen Friedensabsicherung
selbstverständlich dabei sein, das sollte jedem klar sein." Welche
Fähigkeiten die Bundeswehr dabei einbringen sollte, müssten die
Generäle der beteiligten Staaten klären. Hier sei vieles denkbar,
"sowohl Bodentruppen als auch Luftabwehr; gegebenenfalls auch die
Marine, sofern die Türkei den Zugang ins Schwarze Meer zulässt".
Nichts sollte ausgeschlossen werden, so die frühere
Bundestagsabgeordnete.
Beratungen über Kriegsende
Am Dienstag kommender Woche will der ukrainische Präsident Wolodymyr
Selenskyj in Paris mit den Staats- und Regierungschefs der
Unterstützerstaaten zusammenkommen, um über ein mögliches
Friedensabkommen mit Russland zu sprechen. Zentrales Element sind
unter anderem auch militärische Garantien des Westens, die Russland
vor einem erneuten Angriff auf die Ukraine abschrecken sollen.
Mehrere europäische Staaten hatten sich für eine von Europa geführte
"multinationale Truppe für die Ukraine" ausgesprochen. Bundeskanzler
Friedrich Merz (CDU) ließ die Frage nach einer direkten Beteiligung
der Bundeswehr in der Ukraine im Dezember in einem Interview offen.
Merz wies darauf hin, dass zu der Koalition der Willigen auch
Kanadier, Australier und andere Nationen der Welt gehörten.
Wehrbeauftragter nennt Voraussetzungen
Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte, hatte vor
Weihnachten Grundvoraussetzungen für eine mögliche Friedenstruppe
genannt. Neben der Akzeptanz durch das angegriffene Land seien dies
ein absoluter Waffenstillstand und Sicherheitsgarantien zur
Unterstützung möglicher Friedenstruppen, sagte Otte der Deutschen
Presse-Agentur.
Russland hat in den vergangenen Tagen die Ukraine weiter bombardiert
und Teile der Energieinfrastruktur, Gebäude und andere Ziele
getroffen. In Kiew beraten nach Angaben des ukrainischen Präsidenten
Wolodimir Selenskij Unterstützer des Landes unterdessen über weitere
Hilfen für das angegriffene Land./bw/DP/he
AXC0034 2026-01-03/11:35
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 24.715,81 | 176,47 | 0,72% |
| TecDax | 3.658,50 | 34,21 | 0,94% |
| MDAX | 31.078,11 | 98,37 | 0,32% |
| Dow Jones (EOD) | 48.382,39 | 319,10 | 0,66% |
| Nasdaq 100 | 25.206,17 | -43,68 | -0,17% |
| S & P 500 (EOD) | 6.858,47 | 12,97 | 0,19% |
| SMI | 13.267,48 | 26,89 | 0,20% |
|
| EUR/US$ | 1,1683 | -0,00 | -0,33% |
| EUR/Yen | 182,9690 | -0,88 | -0,48% |
| EUR/CHF | 0,9286 | 0,00 | -0,00% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8676 | -0,00 | -0,39% |
| Yen/US$ | 0,0064 | 0,00 | 0,25% |
| CHF/US$ | 1,2581 | -0,00 | -0,20% |
|
| baha Brent Indication | 61,41 | 0,23 | 0,38% |
| Gold | 4.432,92 | 81,52 | 1,87% |
| Silber | 74,23 | 2,80 | 3,92% |
| Platin | 2.234,12 | 94,95 | 4,44% |
| |
|
|