| ROUNDUP: Irans Führer ruft zu Härte gegen 'Unruhestifter' auf |
| 03.01.2026 12:18:00 |
Irans oberster Führer hat erstmals auf die
politischen Unruhen der vergangenen Woche reagiert und strenge
Maßnahmen gegen "Unruhestifter" gefordert. Ajatollah Ali Chamenei
sagte im Staatsfernsehen, dies sei eine Verschwörung der in- und
ausländischen Feinde Irans und müsse konsequent unterbunden werden.
"Die Proteste der Händler im Basar über den Wertverlust der
nationalen Währung und die instabilen Devisenkurse sind berechtigt,
aber die Unruhestifter müssen in ihre Schranken gewiesen werden",
sagte er. Es sei inakzeptabel, zivile Proteste auszunutzen, um
politische Unruhen zu schüren.
Die Proteste gegen die iranische Staatsführung dauern inzwischen
sieben Tage. In dem südlichen Stadtviertel Teherans Nasi Abad kam es
zu Ausschreitungen, wie Aktivisten und Nutzer in den sozialen Medien
zuvor berichteten.
Die Demonstranten werfen Chamenei vor, das Land mit seiner
kompromisslosen Politik in die internationale Isolation und damit in
die schwerste Wirtschaftskrise seiner Geschichte geführt zu haben.
Zudem beschuldigen sie ihn, die finanziellen Ressourcen des Landes
eher dem Kampf gegen Israel als der eigenen Bevölkerung zur
Verfügung zu stellen.
Polizei spricht von "bewaffneten Aufständen"
Die Polizei spricht im Zusammenhang mit den Protesten gegen die
Staatsführung von drohenden "bewaffneten Aufständen" - und deutet
damit eine härtere Gangart gegen Demonstranten an. Die Proteste
würden immer gewaltsamer, argumentierte die Polizei.
"Wir werden nicht zulassen, dass die Feinde dieses Landes zivile
Proteste in Unruhen und bewaffnete Aufstände verwandeln und werden
bis zum letzten Atemzug Land und Volk schützen", sagte ein
Polizeisprecher der staatsnahen Nachrichtenagentur Fars zufolge.
In anderen Landesteilen gingen die Proteste Berichten zufolge
weiter. Auch die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete über
Demonstrationen unter anderem in Ghom, Marwdascht, Maschhad und
Hamedan. Zuletzt war es vor allem auf dem Land zu heftigen
Ausschreitungen und Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und
Demonstranten gekommen. Mindestens zehn Menschen kamen laut
Menschenrechtsaktivisten bisher ums Leben./mee/DP/he
AXC0043 2026-01-03/12:18
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Autor: - dpa-AFX
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