| ROUNDUP: Beute in Gelsenkirchen könnte über 100 Millionen Euro liegen |
| 04.01.2026 18:50:00 |
Die Beute beim spektakulären Einbruch in
eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen lag möglicherweise über 100
Millionen Euro. Das erfuhr die dpa aus Sicherheitskreisen. Demnach
hätten einzelne Kunden angezeigt, dass sie jeweils mehr als 500.000
Euro in ihren Schließfächern gehabt hätten. "Bild.de" hatte zuvor
darüber berichtet.
Laut "Bild.de" kommt die Herkunft der Gelder den Ermittlern
teilweise komisch vor. Es könne sich um Schwarzgeld oder auch Gelder
von Clans handeln. Offiziell sei von den Betroffenen vielfach von
"Hochzeitsgeldern" die Rede, erfuhr die dpa.
Täter brachen Tausende Schließfächer auf
Die Beute wurde zunächst grob mit der Versicherungssumme in Höhe von
rund 30 Millionen Euro angegeben. Später sagte ein Polizeisprecher:
"Wir gehen von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus."
Die Schadenssumme lasse sich aber noch nicht seriös beziffern, so
die offizielle Mitteilung.
Einsatzkräfte hatten den Einbruch am Montagmorgen nach einem Alarm
der Brandmeldeanlage entdeckt. Die Täter brachen fast alle 3.250
Kunden-Schließfächer der Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer auf.
Sie drangen in einen Archivraum ein, von dem aus sie ein großes Loch
in den Tresorraum bohrten. Die Beutetour zog sich möglicherweise
über mehrere Tage hin.
Filiale bleibt noch geschlossen
Die Sparkassenfiliale bleibt derweil noch einige Tage geschlossen.
Die Beseitigung der Einbruchschäden sei noch nicht abgeschlossen,
teilte die Bank mit. Die Kunden sollen informiert werden, sobald die
Filiale wieder öffnet.
Die Sparkasse arbeitet nach eigenen Angaben weiterhin daran, die
entstandenen Schäden zu erfassen und zu beheben. Das Loch im
Tresorraum wurde inzwischen von Spezialisten geschlossen.
Sparkassen-Mitarbeiter registrieren unter notarieller Aufsicht
Wertgegenstände und Dokumente, die die Täter nicht mitgenommen
haben. Dies werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Man bedauere
den Vorfall zutiefst und stehe in engem Kontakt mit der Polizei,
erklärte die Sparkasse.
Polizei fahndet mit Fotos nach Tätern
Die Polizei veröffentlichte am Wochenende Fotos der maskierten
Tatverdächtigen. Es handelt sich um Aufnahmen aus
Überwachungskameras. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden sie
am 29. Dezember in dem angrenzenden Parkhaus aufgenommen, von dem
aus sich die Einbrecher Zutritt zu der Bank verschafft hatten.
Auf den Fotos sind drei Personen mit schwarzen Sturmhauben zu sehen.
Eine trägt rote, eine andere Person grüne Handschuhe. Außerdem
wurden Bilder eines schwarzen Audi RS 6 sowie eines weißen
Kleintransporters Mercedes-Citan veröffentlicht. Die Ermittler
vermuten, dass die Täter die Autos zur Flucht nutzten. Beide
Fahrzeuge haben laut Polizeiangaben gefälschte Kennzeichen - der
Audi eins aus Hannover, der Mercedes fuhr mit einem falschen
Kennzeichen aus Beckum.
Die Polizei hofft nun auf Hinweise zu den Personen und den Autos.
Nach dem Einbruch gehen die Ermittler zahlreichen Hinweisen nach.
Eine heiße Spur gibt es den Angaben zufolge aber nicht./ola/cr/DP/he
AXC0058 2026-01-04/18:50
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Autor: - dpa-AFX
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