| Selenskyj bereitet sich auf diplomatische Woche vor |
| 04.01.2026 20:16:00 |
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj
bereitet sich auf eine neue diplomatische Woche in den Bemühungen um
eine friedliche Lösung für sein von Russland angegriffenes Land vor.
"Es werden Treffen in Europa stattfinden, die für die Ukraine einen
weiteren Beitrag zu unserem Schutz und zur Beendigung des Krieges
leisten sollen", teilte er in seiner abendlichen Videoansprache mit.
Über Zeit und Ort der Gespräche nannte Selenskyj keine Details.
Dabei werde sich die Ukraine auf zwei Optionen vorbereiten: "Auf die
Diplomatie, die wir gewährleisten, oder auf eine weitere aktive
Verteidigung, falls der Druck der Partner auf Russland nicht
ausreicht." Die Ukraine strebe zwar nach Frieden, doch werde sie
ihre Kräfte niemandem überlassen.
An diesem Dienstag soll in Paris die von Frankreich und
Großbritannien angeführte "Koalition der Willigen" zusammenkommen,
um über Ergebnisse zu reden. Selenskyj fordert solide
Sicherheitsgarantien der USA und der europäischen Staaten, die die
Ukraine nach einem Kriegsende vor künftigen russischen Angriffen
schützen sollen. Ein Friedensabkommen ist auch nach fast vier Jahren
des russischen Angriffskrieges nicht in Sicht.
Sollte Russland nicht zum Frieden bereit sein, benötige die Ukraine
"frische Kräfte", betonte Selenskyj. Deshalb gehe er parallel dazu
einen Neustart aller Strukturen an, für alle Fälle. Entsprechend hat
Selenskyj bereits seinen Verteidigungs- und Sicherheitsapparat teils
neu aufgestellt. Er ernannte den bisherigen Militärgeheimdienstchef
Kyrylo Budanow zum Chef seines Präsidentenamtes. Der 39 Jahre alte
Budanow war schon bisher in die Friedensgespräche eingebunden.
Zudem kündigt Selenskyj erneut einen Wechsel an der Spitze des
Verteidigungsministeriums an. Der Vizeregierungschef und Minister
für digitale Transformation, Mychajlo Fedorow, soll das Amt von
Denys Schmyhal übernehmen, wie er sagte. Schmyhal soll das
Energieministerium führen. Der 34 Jahre alte Fedorow ist Spezialist
für Drohnen und Digitalisierung. Das Parlament muss der Personalie
zustimmen.
Am Sonntag wurde auch ein Wechsel an der Spitze der Grenztruppen
eingeleitet, zudem empfing Selenskyj Kandidaten für fünf
Gebietsverwaltungen. "Die Führung auf lokaler Ebene ist genauso
wichtig wie auf zentraler Ebene", sagte er./cha/DP/he
AXC0063 2026-01-04/20:16
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Autor: - dpa-AFX
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