| ROUNDUP/EU: Venezuelas Volk muss über Zukunft entscheiden können |
| 05.01.2026 06:00:00 |
Die Europäische Union pocht nach der gewaltsamen
Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro auf das
Selbstbestimmungsrecht Venezuelas. "Das Recht des venezolanischen
Volkes, über seine Zukunft zu entscheiden, muss respektiert werden",
schrieb die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas in einem Post auf X. Die
Stellungnahme wird von allen EU-Staaten mit Ausnahme Ungarns
unterstützt.
Die EU stünde in engem Kontakt mit den Vereinigten Staaten sowie
regionalen und internationalen Partnern, damit unter der Führung der
Venezolaner eine verhandelte, demokratische, inklusive und
friedliche Lösung der Krise gefunden werden könne, heißt es in dem
Post.
Kallas: Völkerrecht muss geachtet werden
Die EU-Chefdiplomatin Kallas ruft darin erneut dazu auf, das
Völkerrecht zu achten. Der Kampf gegen die grenzüberschreitende
organisierte Kriminalität und den Drogenhandel seien wichtig.
Gleichzeitig betont die EU, dass diese Herausforderungen durch eine
nachhaltige Zusammenarbeit unter uneingeschränkter Achtung der
territorialen Integrität und Souveränität angegangen werden müssten.
Noch am Samstag hatte Trump bei einer Pressekonferenz behauptet, die
Vereinigten Staaten würden Venezuela vorübergehend führen und die
Vizepräsidentin des Landes, Delcy Rodríguez, sei zur Kooperation
bereit. Diese hingegen gibt sich unbeugsam. Sie forderte noch am
Samstag Maduros Freilassung und bezeichnete den US-Angriff als
Verstoß gegen die UN-Charta. "Wir werden nie wieder Sklaven sein",
sagte sie in Richtung Trump.
Kallas fordert Freilassung politischer Gefangener
Kallas schrieb ihr ihrem Statement zudem, in dieser kritischen Zeit
sei auch die Achtung der Menschenrechte von entscheidender
Bedeutung. "Alle derzeit in Venezuela inhaftierten politischen
Gefangenen müssen bedingungslos freigelassen werden." Die
EU-Mitgliedstaaten arbeiteten eng zusammen, um die Sicherheit der
EU-Bürger, einschließlich derjenigen, die illegal in Venezuela
inhaftiert seien, zu gewährleisten./tre/DP/zb
AXC0036 2026-01-05/06:00
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Autor: - dpa-AFX
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