| ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax auf Rekordhoch dank Konjunkturhoffnungen |
| 05.01.2026 10:36:00 |
Die Aussicht auf eine Belebung der deutschen
Wirtschaft im neuen Jahr hat den Dax am Montag auf
ein Rekordhoch getrieben. Mit einem Anstieg bis zu 1,2 Prozent auf
24.825 Punkte ließ der deutsche Leitindex seine alte Bestmarke aus
dem Oktober hinter sich. Zuletzt notierte das Börsenbarometer mit
24.787 Punkten noch ein Prozent im Plus.
Der MDax der mittelgroßen Werte gewann am Montag 0,82
Prozent auf 31.233 Zähler. Der EuroStoxx 50 ,
Leitindex der Eurozone, setzte seinen Rekordkurs fort und stieg um
0,9 Prozent.
Bereits gegen Ende 2025 hatten Anleger hierzulande zunehmend auf
eine Belebung der deutschen Wirtschaft durch die Infrastruktur- und
Rüstungsmilliarden der Regierung sowie durch weniger Bürokratie
gesetzt.
"Anleger scheinen fest entschlossen zu sein, die fundamentale
Neuausrichtung der deutschen Wirtschaft - getragen von den
Reformhoffnungen unter der Regierung Merz - in die Kurse
einzupreisen", schrieb Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus
ActivTrades. Dennoch bleibe die Marktdynamik vorerst fragil, da das
Handelsvolumen nach den Feiertagen erst allmählich wieder anziehe.
Am Montag waren denn auch Aktien etwa aus dem Autosektor sowie von
IT-Dienstleistern, die überwiegend mittelständische Unternehmen und
den Staat bedienen, gefragt.
Zudem zogen Rüstungsaktien deutlich an. So schnellten Rheinmetall
an der Dax-Spitze um fast sieben Prozent in die Höhe.
Unter den besten Werten im MDax zogen die Aktien des
Panzergetriebeherstellers Renk um knapp sieben und
die des Rüstungselektronik-Spezialisten Hensoldt um
fast acht Prozent an.
Damit holten die Rüstungswerte ihre Verluste des vierten Quartals
weiter auf. Da hatten viele Anleger die zuvor bärenstarken
Kursentwicklungen genutzt, um Kasse zu machen - auch in der Hoffnung
auf ein mögliches Ende des russischen Angriffskrieges gegen die
Ukraine.
Rüstungswerte profitieren nun aktuell davon, dass es nach wie vor
keine Lösung für den Ukraine-Krieg gibt. Hinzu kommt jetzt noch die
Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Venezuela. Zudem
drohte nach dem Angriff auf Venezuela US-Präsident Donald Trump
jetzt auch Kolumbien.
"Für die Finanzmärkte bedeutet dies vor allem eines: Unsicherheit",
fuhr Sohlleder fort. Da Venezuela über signifikante Ölreserven
verfüge, beobachteten Marktteilnehmer die Reaktion der Energiepreise
und die daraus resultierenden Inflationserwartungen mit Argusaugen.
Sollte die geopolitische Instabilität zunehmen, könnte dies den
Risikoappetit der Anleger kurzfristig bremsen.
Angetrieben von einem positiven Analystenkommentar zu den Aktien von
ASML blieben die Papiere des Branchenkollegen Aixtron
gefragt und stiegen um weitere 4,7 Prozent. Die Rally
des Chipindustrie-Ausrüsters Aixtron hatte im Herbst Fahrt
aufgenommen. So hatten Empfehlungen der Investmentfirma Kerrisdale
Capital und anschließend auch anderer Analystenhäuser frischen
Schwung verliehen./la/zb
ISIN DE0008469008 EU0009658145 DE0005557508 DE0008467416
AXC0098 2026-01-05/10:36
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Autor: - dpa-AFX
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