| Wadephul: Bei US-Vorgehen in Venezuela größeres Bild sehen |
| 05.01.2026 13:30:00 |
Außenminister Johann Wadephul hat den Eindruck
zurückgewiesen, die Bundesregierung weiche harter Kritik am Vorgehen
von US-Präsident Donald Trump in Venezuela aus, um den wichtigsten
Partner bei den Ukraine-Verhandlungen nicht zu verärgern. "Wir
weichen hier keinem Aspekt aus, aber ich muss eben auch darauf
hinweisen, dass wir ein größeres Bild sehen müssen", sagte der
CDU-Politiker bei einer Pressekonferenz mit seinem litauischen
Kollegen Kestutis Budrys in Vilnius, der Hauptstadt des baltischen
EU- und Nato-Landes Litauen.
Ähnlich wie Kanzler Friedrich Merz (CDU) am Wochenende hatte
Wadephul am Morgen im "Deutschlandfunk" über das Vorgehen der USA in
Venezuela gesagt: "Es gibt in der Tat verschiedene Aspekte, die wir
zu berücksichtigen haben, und insofern hat der Bundeskanzler
vollkommen recht. Es ist außerordentlich komplex."
In Vilnius sagte Wadephul, in Venezuela habe man ein starkes
chinesisches und russisches Engagement gesehen. Zudem habe es die
Stabilisierung eines Unrechtsregimes des nun gestürzten Staatschefs
Nicolás Maduro gegeben. Wenn es eine Entwicklung hin zu Wahlen und
einer Selbstbestimmung der Menschen in Venezuela geben könne, "dann
wäre das doch eine gute Entwicklung".
Wadephul betonte zugleich: "Aber wir weichen der Frage nicht aus,
dass hier selbstverständlich auch immer die Frage des
internationalen Rechts im Raume steht." Man werde "in dieser Frage
mit Sicherheit auch weitere Gespräche zu führen haben", ergänzte er.
Wadephul über Medwedew zu Merz-Entführung: Desinformation
Zu einer Äußerung des Vizechefs des nationalen Sicherheitsrats in
Moskau, dem russischen Ex-Präsidenten Dmitri Medwedew, der das
Szenario einer Entführung von Kanzler Merz im Zusammenhang mit der
Festsetzung von Maduro als realistisches Szenario genannt hatte,
äußerte sich Wadephul süffisant. "Herr Medwedew ist immer wieder für
interessante Beiträge gut", sagte Wadephul. Man habe jetzt "eine
neue Anregung für unseren beliebten Beitrag "ist russische
Desinformation immer noch so verrückt" bekommen". Er werde dies "mit
meinem Team möglicherweise aufgreifen".
Medwedew hatte der russischen Staatsagentur Tass gesagt: "Die
Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in
dieser Karnevalsserie sein." Ein solches Szenario hätte durchaus
etwas Realistisches an sich.
Budrys sagte, Litauen habe Maduro schon lange nicht mehr als
legitimen Präsidenten Venezuelas anerkannt. Ein demokratischer
Übergang müsse nach internationalem Recht sowie geordnet und sicher
ablaufen. Zum Vorgehen der USA äußerte er sich nicht direkt. Die
Maßnahmen der US-Regierung in Venezuela seien nicht vergleichbar mit
Russlands Krieg in der Ukraine./bk/DP/zb
AXC0146 2026-01-05/13:30
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 24.892,20 | 23,51 | 0,09% |
| TecDax | 3.751,29 | 49,30 | 1,33% |
| MDAX | 31.670,42 | 216,10 | 0,69% |
| Dow Jones (EOD) | 49.462,08 | 484,90 | 0,99% |
| Nasdaq 100 | 25.639,71 | 238,39 | 0,94% |
| S & P 500 (EOD) | 6.944,82 | 42,77 | 0,62% |
| SMI | 13.322,15 | 74,83 | 0,56% |
|
| EUR/US$ | 1,1697 | 0,00 | 0,07% |
| EUR/Yen | 183,0967 | -0,02 | -0,01% |
| EUR/CHF | 0,9299 | -0,00 | -0,01% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8660 | 0,00 | 0,03% |
| Yen/US$ | 0,0064 | 0,00 | 0,08% |
| CHF/US$ | 1,2578 | 0,00 | 0,09% |
|
| baha Brent Indication | 60,87 | -1,14 | -1,84% |
| Gold | 4.486,97 | 46,87 | 1,06% |
| Silber | 78,34 | 3,51 | 4,69% |
| Platin | 2.341,74 | 110,42 | 4,95% |
| |
|
|