| Bundesregierung verurteilt Medwedew-Äußerungen zu Merz scharf |
| 05.01.2026 13:40:00 |
Die Bundesregierung hat Äußerungen des früheren
russischen Präsidenten Dmitri Medwedew zu einer möglichen Entführung
von Kanzler Friedrich Merz strikt zurückgewiesen. "Derartige
Drohungen verurteilen wir auf das Schärfste", sagte der
stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. Nach
seinen Angaben sieht die Bundesregierung keinen Anlass, wegen der
Äußerungen die Sicherheitsvorkehrungen für den Schutz des Kanzlers
nachzubessern.
"Die vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen haben sich bewährt und bieten
einen anlassbezogenen und der Gefährdungslage des Bundeskanzlers
angemessenen Schutz", betonte Hille. Kanzler Merz sei "gut und
sicher geschützt". Die Beamtinnen und Beamten der Sicherungsgruppe
des Bundeskriminalamts gehörten "zu den Besten der Welt".
Medwedew beschimpft Merz als Neonazi
Der frühere Kremlchef Medwedew hatte in einem Gespräch mit der
russischen Staatsagentur Tass gesagt, dass er sich analog zu dem
gewaltsamen Vorgehen der USA in Venezuela ähnliche
Entführungsaktionen gegen andere Staats- oder Regierungschefs
vorstellen könne, auch gegen Merz.
"Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung
in dieser Karnevalsserie sein", sagte der aktuelle Vizevorsitzende
des nationalen Sicherheitsrats in Moskau. "Es gibt sogar Gründe, ihn
in Deutschland zu verfolgen, daher wäre es kein Verlust, zumal die
Bürger umsonst leiden."
Medwedew hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr zum
Scharfmacher gegen den Westen entwickelt. Er bezog sich auf die
Gefangennahme des autoritären venezolanischen Staatschefs Nicolás
Maduro durch US-Truppen in Venezuela, der anschließend in die USA
gebracht wurde./sk/DP/zb
AXC0155 2026-01-05/13:40
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Autor: - dpa-AFX
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