| Wiener Börse (Nachmittag) - ATX dreht ins Plus / 12. Tagesgewinn in Folge in Aussicht - Eurozonen-Inflationsdaten und Analystenkommentare |
| 06.01.2026 14:53:00 |
Der ATX hat offenbar auch nach elf Gewinntagen in
Folge noch nicht genug. Nach einem verhaltenen Vormittagsgeschäft
stemmte sich der österreichische Leitindex am Dienstagnachmittag
wieder leicht in die Gewinnzone. Mit einem zwölften Plus in Serie
würde der ATX seine längste ununterbrochene Gewinnphase seit März
1991 einstellen - also seit dem Anfangsjahr der Indexberechnung.
Zuletzt notierte der ATX 0,19 Prozent höher bei 5.405 Punkten und
damit auf einem neuen Rekordhoch. Der ATX Prime stieg um 0,12
Prozent auf 2.683 Zähler. Das europäische Umfeld zeigte sich ohne
klare Richtung.
Marktbeobachter begründen die gute Entwicklung um den
Jahreswechsel mit neuen Wetten auf eine Belebung der deutschen
Konjunktur. Dies hatte zwar schon vergangenes Jahr maßgeblich zur
guten ATX-Performance beigetragen, bei vielen heimischen Werten
sehen Analysten aber durchaus noch weiteren Spielraum.
Am Berichtstag standen moderat ausgefallene Inflationsdaten aus
Deutschland und Frankreich im Fokus, die den Aktienkursen ebenso wie
enttäuschende Stimmungsdaten aus dem Dienstleistungssektor jedoch
nur geringe Impulse gaben. Daneben blieben auch die Entwicklungen
rund um den US-Angriff auf Venezuela im Blick, wenngleich diese
bereits am Vortag kaum belastend gewirkt hatten.
Auf Unternehmensebene blieb die Nachrichtenlage abgesehen von
Analystenkommentaren ruhig. Die kanadische Bank RBC bestätigte in
einer Branchenstudie ihre "Sector Perform"-Einschätzung für die
OMV-Aktien und beließ das Kursziel bei 50,0 Euro. Die Einbindung von
Borouge Group International (BGI) stärke die Investmentstory der OMV
und verbessere die Ausgangslage für eine mögliche Erholung im
Chemiegeschäft, schrieb RBC-Analyst Adnan Dhanani. OMV-Aktien
stiegen um 0,2 Prozent auf 48,50 Euro.
EVN stiegen um 1,8 Prozent auf 28,35 Euro. Die Baader Bank hatte
ihr 6-Monats-Kursziel für die Aktien von 27,9 auf 31,1 Euro
angehoben. Das "Reduce"-Rating wurde jedoch beibehalten.
Unter den übrigen Einzelwerten verzeichneten Bau- und
Versorgeraktien Zuwächse. Zudem legten BAWAG-Anteile an der
ATX-Spitze um 1,5 Prozent zu, während RBI 1,2 Prozent gewannen. Bei
einigen Werten kam es jedoch zu Gewinnmitnahmen. voestalpine etwa
kamen um 1,6 Prozent zurück. Frequentis büßten 3,3 Prozent ein.
Unter den schwer gewichteten Banken gaben Erste Group um 0,8 Prozent
nach.
spa/lof
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/spa/lof
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