| Wiener Börse - ATX macht das Dutzend voll / Längste Gewinnserie seit 1991 - Eurozonen-Inflationsdaten und Analystenkommentare |
| 06.01.2026 18:17:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Ab 3. Absatz ergänzt.
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Der ATX hat sich am Dienstag auch nach bereits elf
Gewinntagen noch in Rekordlaune gezeigt. Mit dem zwölften Plus in
Folge stellte der österreichische Leitindex nun die bisher längste
Gewinnserie aus dem Frühjahr 1991 ein, dem Anfangsjahr der
Indexberechnung. Zum Handelsende notierte der ATX um 0,38 Prozent
höher bei 5.415,39 Punkten. Der ATX Prime stieg um 0,33 Prozent auf
2.688,59 Zähler, während im europäischen Umfeld ebenfalls neue
Rekordstände aufgestellt wurden.
Marktbeobachter begründen die gute Entwicklung um den
Jahreswechsel mit neuen Wetten auf eine Belebung der deutschen
Konjunktur. Dies hatte zwar schon vergangenes Jahr maßgeblich zur
guten ATX-Performance beigetragen, bei vielen heimischen Werten
sehen Analysten aber durchaus noch weiteren Spielraum.
Am Berichtstag standen moderat ausgefallene Inflationsdaten aus
Deutschland und Frankreich im Fokus, die den Aktienkursen ebenso wie
enttäuschende Stimmungsdaten aus dem Dienstleistungssektor jedoch
nur geringe Impulse gaben. Daneben blieben auch die Entwicklungen
rund um den US-Angriff auf Venezuela im Blick, wenngleich diese
bereits am Vortag kaum belastend gewirkt hatten.
Auf Unternehmensebene blieb die Nachrichtenlage abgesehen von
Analystenkommentaren ruhig. Die kanadische Bank RBC bestätigte in
einer Branchenstudie ihre "Sector Perform"-Einschätzung für die
OMV-Aktien und beließ das Kursziel bei 50,0 Euro. Die Einbindung der
Borouge stärke die Investmentstory der OMV und verbessere die
Ausgangslage für eine mögliche Erholung im Chemiegeschäft, schrieb
RBC-Analyst Adnan Dhanani. OMV-Aktien stiegen um 0,1 Prozent auf
48,44 Euro.
EVN stiegen um 1,6 Prozent auf 28,30 Euro. Die Baader Bank hatte
ihr 6-Monats-Kursziel für die Aktien von 27,9 auf 31,1 Euro
angehoben. Das "Reduce"-Rating wurde jedoch beibehalten.
Wienerberger schlossen um 0,7 Prozent tiefer bei 30,12 Euro. Die
Analysten der Barclays hatten ihre "Overweight"-Empfehlung und ihr
Kursziel von 35 Euro bekräftigt. Entsprechend der Einschätzung der
Endmärkte sei er kurzfristig relativ vorsichtig gegenüber
europäischen Bauprodukten eingestellt, schrieb Analyst Pierre
Rousseau in einer Branchenstudie.
Unterstützung bekam der ATX von den Bankwerten BAWAG und RBI, die
1,5 respektive 2,6 Prozent zulegten. Erste Group gaben hingegen um
0,4 Prozent nach. Auch bei einigen anderen Werten kam es zu
Gewinnmitnahmen. Strabag und UNIQA kamen um bis zu 1,3 Prozent
zurück.
spa/lof
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/spa/lof
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