| Auch Wirtschaftsverband fordert: Unternehmenssteuer-Reform vorziehen |
| 07.01.2026 10:52:00 |
CSU-Chef Markus Söder bekommt Unterstützung aus
der Wirtschaft dafür, eine Reform der Unternehmenssteuer
vorzuziehen. "Das Vorziehen der Körperschaftsteuersenkung auf 2026
wäre das richtige Signal", sagte Rainer Kirchdörfer, Vorstand der
Stiftung Familienunternehmen und Politik, der Deutschen
Presse-Agentur. "Dieser Schritt würde Unternehmen schnell entlasten
und wäre national und international ein starkes Signal für mehr
Wettbewerbsfähigkeit."
Söder hatte das sofortige Vorziehen der für 2028 beschlossenen
Reform der Körperschaftsteuer rückwirkend ab dem 1. Januar 2026
gefordert.
Kirchdörfer wandte sich außerdem gegen eine höhere Besteuerung von
Erbschaften. Die SPD-Pläne zur Erhöhung der Erbschaftsteuer würden
demnach zu einer gewaltigen Steuererhöhung für Familienunternehmen
führen und private Investitionen erschweren. In Deutschland
bestünden hohe Vermögen vor allem aus betrieblichen Vermögen wie
Fabriken, Maschinen und Patenten. "Höhere Erbschaftsteuern würden
Familienunternehmen, die 90 Prozent aller Unternehmen in Deutschland
ausmachen, stark belasten."
Die SPD will zur Erbschaftsteuer bald nach einem Urteil des
Bundesverfassungsgerichts einen Reformentwurf vorlegen. Dabei sollen
"sehr hohe Erbschaften stärker als bislang besteuert werden", sagte
der SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Matthias Miersch, der
"Rheinischen Post". "Bislang gibt es viel zu viele Schlupflöcher,
sodass normale Erben besteuert werden, Super-Erben sich aber drücken
können." Das Verfassungsgericht werde voraussichtlich im ersten
Quartal ein Urteil fällen, sagte Miersch. Er machte deutlich, dass
eine höhere Besteuerung im Erbfall Unternehmen nicht schaden müsse.
"Andere Länder machen es vor, wie man Betriebe schont und dennoch
extreme Erbschaften und Vermögen gerechter besteuert."/hoe/DP/nas
AXC0116 2026-01-07/10:52
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Autor: - dpa-AFX
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