| EQS-News: KI-Strategiewandel: Unternehmen verlagern Schwerpunkt von Effizienz auf Wachstum (deutsch) |
| 07.01.2026 11:05:00 |
KI-Strategiewandel: Unternehmen verlagern Schwerpunkt von Effizienz
auf Wachstum
EQS-News: Thoughtworks / Schlagwort(e): Sonstiges
KI-Strategiewandel: Unternehmen verlagern Schwerpunkt von Effizienz
auf Wachstum
07.01.2026 / 11:05 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der
Emittent / Herausgeber verantwortlich.
* Fast die Hälfte der Führungskräfte in Unternehmen erwartet
innerhalb von 10 Jahren mehr als 15 Prozent Umsatzsteigerung durch
KI
* KI-Agenten nehmen hohe Priorität ein, über ein Drittel der
Unternehmen legen auf sie den Hauptfokus
* Legacy-Systeme sind die größte Hürde in deutschen Unternehmen
CHICAGO, 7. Januar 2026 /PRNewswire/ -- Das Zeitalter des reinen
Fokus auf Effizienz ist vorbei - das Wettrennen um Wachstum hat
begonnen. Laut einer neuen Studie der globalen Technologieberatung
Thoughtworks haben 77 Prozent der Führungskräfte in Unternehmen ihre
KI-Strategien von Kosteneinsparungen zu Wachstum und Innovation
verlagert. Bei großen Unternehmen sind es sogar 92 Prozent.
Thoughtworks
Die Studie befragte 3.500 IT-Entscheider:innen und Führungskräfte
sowie 3.500 Verbraucher:innen in den USA, Großbritannien,
Deutschland, Indien, Brasilien, Singapur und Australien.
Laut der Befragung befindet sich auch Deutschland in dem notwendigen
Umbruch von effizienzgetriebenen Geschäftsmodellen hin zu Wachstum
und digitalen Innovationen mit Hilfe von KI. Die Umsetzung ist
allerdings noch herausfordernd: So stimmen zwar 75 Prozent der
deutschen Unternehmen der Aussage zu, dass sie diesen Umschwung
schaffen müssen, doch nur 28 Prozent erwarten in den nächsten zehn
Jahren auch einen signifikanten Umsatzanstieg - das liegt deutlich
unterhalb des globalen Durchschnitts von 45 Prozent.
Dabei stehen Unternehmen in Deutschland vor einer besonderen
Herausforderung: Sie versuchen, modernste KI auf veraltete,
unflexible Legacy-Systeme aufzusetzen. Fast ein Viertel der
Führungskräfte (24 Prozent) nennt veraltete Technologie-Systeme als
Haupthindernis für die volle Potenzialentfaltung.
Insgesamt zeichnet sich Deutschland durch seinen spezifischen Fokus
auf Management und Entscheidungsfindung aus. Führungskräfte sehen KI
als ein Werkzeug, das Mitarbeiter:innen hilft, bessere und
schnellere Entscheidungen zu treffen. 42 Prozent der befragten
Führungskräfte in deutschen Unternehmen erwarten den größten Effekt
von KI bei der "Entscheidungsfindung der Mitarbeiter:innen". Das ist
weltweit der Höchstwert und deutet auf den Wunsch hin, Bürokratie zu
reduzieren und die Agilität innerhalb großer Organisationen zu
steigern.
Vom Back-Office zum Business-Treiber
Die globalen Ergebnisse zeigen indes, dass KI sich schnell von einem
Back-Office-Tool zu einem Business-Treiber entwickelt. 27 Prozent
der Führungskräfte weltweit erwarten im nächsten Jahr bis zu 10
Prozent Umsatzwachstum durch KI. Indien und Brasilien haben dabei
die höchsten Erwartungen: Jeweils 49 Prozent der Befragten erwarten
hier mehr als 15 Prozent Umsatzsteigerung innerhalb von fünf Jahren.
Deutschland ist in den Schätzungen konservativer und erwartet ein
Plus von 29 Prozent, Australien gar nur 20 Prozent.
An KI-Agenten zeigt sich zudem das Tempo der regionalen Entwicklung.
Weltweit sagen 35 Prozent der Führungskräfte, dass KI-Agenten jetzt
für sie eine Top-Priorität sind. Indien weist hier mit 49 Prozent
die größte Entschlossenheit auf, gefolgt von Singapur mit 41 Prozent
und Großbritannien mit 40 Prozent. Deutschland liegt mit 31 Prozent
nahe am globalen Durchschnitt. Die Tendenz zeigt hierzulande zwar
aufwärts - allerdings geht es langsamer voran als im Rest der Welt.
"Das signalisiert einen strukturellen Wandel in der Art, wie
Unternehmen ihr Wachstum planen," erklärt Rachel Laycock, Chief
Technology Officer bei Thoughtworks. "Führungskräfte gehen über die
Frage nach Effizienz hinaus. Sie wollen wissen, wie sie wachsen
können. Unternehmen, die sich am schnellsten bewegen, integrieren KI
in den Kern ihrer Geschäftsprozesse."
Die Studie zeigt darüber hinaus eine signifikante Veränderung in den
Vorstandsetagen weltweit: Über die Hälfte der befragten Unternehmen
haben einen Chief AI Officer (CAIO) ernannt. In Indien (67 Prozent)
ist diese Rolle am häufigsten zu finden, in Deutschland gab immerhin
jedes zweite Unternehmen an, die CAIO-Rolle besetzt zu haben. Und
der CAIO erhält mehr Gewicht: In 72 Prozent der Unternehmen, die
einen CAIO beschäftigen, erhält dieser auch Budgetbefugnis und
Investitionsverantwortung. In Deutschland sind dagegen zwar 31
Prozent der CAIOs für das Budget von KI-Initiativen zuständig, die
Investitionen dagegen liegen bei nur einem Drittel im
Aufgabenbereich der CAIOs.
"Die CAIO-Rolle ist dem Experimentstadium entwachsen," betont Shayan
Mohanty, Chief AI Officer bei Thoughtworks. "Sie ist heute ein
zentraler Teil der Strategie. Diejenigen Unternehmen, die KI als
einen Grundbaustein ihres Geschäfts verstehen, heben sich vom
Wettbewerb ab."
Verbraucher:innen bleiben skeptisch Während das Vertrauen der
Unternehmen steigt, sind sich viele Verbraucher:innen über die
Auswirkungen von KI auf ihr tägliches Leben noch unsicher. 21
Prozent weltweit glauben, dass KI in den nächsten fünf Jahren keine
Auswirkungen auf sie haben wird. Während in Großbritannien (38
Prozent) und in den USA (32 Prozent) jeweils rund ein Drittel der
Verbraucher:innen dieser Meinung sind, erwarten in Deutschland nur
15 Prozent keinerlei Auswirkungen.
Insgesamt berichten die meisten Verbraucher:innen von positiven
Erfahrungen mit KI. Global sagen 72 Prozent, dass KI einen Mehrwert
für ihr Arbeits- oder Privatleben darstellt - in Deutschland
allerdings nur 57 Prozent. Ein Viertel weltweit (Deutschland: 15
Prozent) gibt zudem an, dass KI ihnen geholfen hat, eine neue
Fähigkeit zu erlernen. 13 Prozent sagen, sie hätten KI genutzt, um
eine neue Einkommensquelle zu schaffen - hier liegt Deutschland mit
19 Prozent über dem Schnitt.
KI verändert Talente und Arbeitsplatzwachstum Die Ergebnisse stellen
die verbreitete Befürchtung in Frage, dass KI zu einem umfassenden
Arbeitsplatzverlust führen wird. Weltweit sagen 84 Prozent
(Deutschland: 85 Prozent) der Führungskräfte, dass KI ihre
Mitarbeitenden unterstützt, anstatt sie zu ersetzen.
In Indien melden etwa 57,1 Prozent der Unternehmen einen
Nettoanstieg der durch Mensch-KI-Zusammenarbeit geschaffenen Rollen.
Brasilien folgt mit 50 Prozent, Deutschland liegt mit 41 Prozent
noch vor den USA (36 Prozent). 22 Prozent der Organisationen
weltweit geben an, dass sie neue KI-getriebene Karrierewege
geschaffen haben, die es vorher nicht gab. Auch hier hat KI in
Deutschland einen stärkeren Eindruck hinterlassen und in 35 Prozent
der Unternehmen neue Rollen oder Karrierepfade eröffnet.
Die Studie zeigt: Unternehmen, die KI nutzen, um ihre
Mitarbeiter:innen weiterzuentwickeln und zu unterstützen, werden
dadurch größere Wettbewerbsvorteile haben.
Weiterführende Ressourcen:
* Erfahren Sie hier mehr über die Ergebnisse der Studie.
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dem Laufenden.
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Zusätzliche Studienergebnisse:
1. Wie zuversichtlich sind Unternehmen, dass sie bei der Nutzung von
KI für Wachstum vor der Konkurrenz liegen? Weltweit glauben 61
Prozent der Organisationen, dass sie bei der Nutzung von KI zur
Wertschöpfung ihren Wettbewerbsbegleitern voraus sind. Indien meldet
mit 78 Prozent das höchste Selbstvertrauen, gefolgt von Brasilien
mit 76 Prozent.
2. Wie weit verbreitet ist KI-FOMO unter Führungskräften? KI-FOMO
ist ein echtes Phänomen. 56 Prozent der Führungskräfte weltweit
sagen, dass sie Wettbewerbsdruck verspüren, KI schnellstmöglich
einzuführen. Singapur weist mit 66 Prozent die größten Sorgen auf,
gefolgt von Indien mit 62,8 Prozent.
3. Welche Rolle spielt eine klare KI-Strategie bei der erfolgreichen
Einführung? Eine klare KI-Strategie ist sowohl die höchste Hürde als
auch der größte Beschleuniger für Organisationen. 29 Prozent der
Unternehmen weltweit sagen, dass das Fehlen einer Strategie das
größte Hindernis ist, um das volle Potenzial von KI auszuschöpfen.
Gleichzeitig sagen 45 Prozent, dass eine klare Strategie der
wichtigste Faktor für die erfolgreiche Skalierung von KI ist,
gefolgt von der technologischen Infrastruktur mit 35 Prozent und
hochwertigen Daten mit 31 Prozent.
4. Was ist laut Unternehmen die größte Auswirkung erfolgreicher
KI-Initiativen? Weltweit ist die Dauer der Kundenbeziehungen für 17
Prozent der Organisationen aufgrund von KI gestiegen. Singapur führt
hier mit 23 Prozent, gefolgt von Indien mit 20 Prozent.
5. Was motiviert Unternehmen, transparent über KI-Nutzung zu
informieren? Der wichtigste Treiber weltweit ist der Aufbau von
Kundenvertrauen und Markentreue, was von 30 Prozent der
Organisationen genannt wird. Brasilien führt mit 37 Prozent und
Indien mit 36 Prozent.
6. Welche Länder bewegen sich am schnellsten von Effizienz zu
Wachstum? Indien und Brasilien zeigen die stärkste Verlagerung,
wobei mehr als 92 Prozent zustimmen, dass ihre KI-Strategie zu
Wachstum und Innovation übergegangen ist. Australien bewegt sich am
langsamsten: Hier melden nur 62,8 Prozent diese Verschiebung, was
deutlich unter dem globalen Durchschnitt von 77 Prozent liegt.
7. Welche Märkte erwarten die größten Umsatzgewinne durch KI? Indien
und Brasilien erwarten die höchsten Umsatzzuwächse, wobei 49,2
Prozent davon ausgehen, dass KI innerhalb von fünf Jahren mehr als
15 Prozent Steigerung bringen wird. Deutschland ist mit 28,8 Prozent
und Australien mit 20 Prozent deutlich vorsichtiger.
8. Wo ist die KI-Arbeitsplatzschaffung am stärksten? Indien führt
weltweit mit 57,1 Prozent der Organisationen, die einen Nettoanstieg
der durch Mensch-KI-Zusammenarbeit geschaffenen Rollen melden.
Brasilien folgt mit 50 Prozent. Die USA liegen gerade einmal bei 36
Prozent und Australien sogar nur bei 33 Prozent.
9. Welche Länder zeigen das stärkste Engagement für agentische KI?
Indien führt erneut mit 48,6 Prozent, die KI-Agenten als primären
Schwerpunkt für die Zukunft nennen. Singapur folgt mit 40,8 Prozent.
Brasilien liegt mit 28,2 Prozent deutlich niedriger.
10. Wo fühlen sich Organisationen am stärksten durch Regulierung
eingeschränkt? Brasilien steht unter dem höchsten regulatorischen
Druck, wobei 28 Prozent die Regulierung als Haupthindernis für die
Realisierung des vollen Potenzials von KI nennen. Dies liegt
signifikant über dem globalen Durchschnitt und deutlich höher als
Indien mit 9,6 Prozent und die USA mit 11,9 Prozent.
Über die Studie Die Studie wurde von Censuswide zwischen September
und Oktober 2025 durchgeführt. Sie befragte 3.500
IT-Entscheider:innen und Führungskräfte sowie 3.502
Verbraucher:innen in sieben globalen Märkten. Censuswide folgt dem
Verhaltenskodex der Market Research Society und den
ESOMAR-Prinzipien.
Über Thoughtworks Thoughtworks ist eine globale Technologieberatung,
die Strategie, Design und Technik verbindet, um digitale
Innovationen voranzutreiben. Wir sind mehr als 10.000 Thoughtworker
in 47 Büros in 18 Ländern. Seit mehr als 30 Jahren erzielen wir
gemeinsam mit unseren Kunden außergewöhnliche Erfolge, indem wir sie
bei der Lösung komplexer Geschäftsprobleme unterstützen und dabei
Technologie als Unterscheidungsmerkmal einsetzen.
Ansprechpartner: Kathrin Jansing Head of Public Relations Europe
E-Mail: kathrin.jansing@thoughtworks.com
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2256178 07.01.2026 CET/CEST
AXC0119 2026-01-07/11:05
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Autor: - dpa-AFX
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