ROUNDUP: Inflation der Eurozone sinkt auf zwei Prozent
07.01.2026 12:01:00

In der Eurozone hat sich die Inflation Ende des vergangenen Jahres dank geringerer Energiekosten abgeschwächt. Im Dezember stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 2,0 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte. An den Finanzmärkten war dies erwartet worden. Ökonomen rechnen in den kommenden Monaten mit einem weiteren Rückgang der Teuerung im gemeinsamen Währungsraum.
Im November hatte die Jahresrate noch bei 2,1 Prozent gelegen. Mit dem Rückgang ist die Inflation wieder auf die Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) gesunken. Die Notenbank strebt auf mittlere Sicht eine Inflation von zwei Prozent an, bei der sie die Preisstabilität als gewährleistet ansieht. Im Monatsvergleich meldete die Statistikbehörde für Dezember hingegen einen Preisanstieg um 0,2 Prozent.
Mit ausschlaggebend für die schwächere Inflation sind sinkende Kosten für Energie. Hier meldet Destatis für Dezember einen Preisrückgang um 1,9 Prozent im Jahresvergleich. Als Preistreiber haben sich hingegen vor allem die Kosten für Dienstleistungen gezeigt, die um 3,4 Prozent gestiegen sind.
Die Kernrate der Inflation, bei der besonders schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, sank leicht auf 2,3 Prozent, von zuvor 2,4 Prozent.
Die höchste Inflation wird aus Estland gemeldet, mit einer Jahresrate von 4,1 Prozent. Auch Österreich zählt mit einer Rate von 3,9 Prozent zu den Ländern mit der stärksten Teuerung. Vergleichsweise gering ist sie hingegen in Frankreich mit einer Jahresrate von 0,7 Prozent. Die deutsche Inflation liegt mit 2,0 Prozent auf dem Niveau der Eurozone insgesamt.
Nach Einschätzung von Ökonomen könnte sich die Teuerung im neuen Jahr weiter abschwächen. So rechnet Claus Vistesen vom britischen Analysehaus Pantheon Macroeconomics in den kommenden Monaten mit einem weiteren Rückgang. Demnach sei im Januar eine Inflationsrate von 1,7 Prozent und im Februar von 1,6 Prozent zu erwarten.
Die EZB hatte zuletzt die Leitzinsen nicht angetastet. Auch im neuen Jahr erwarten Ökonomen zunächst keine Änderung bei den Zinsen. Trotz der sinkenden Inflation "bleibt die Hürde hoch für eine Zinssenkung im ersten Quartal", sagte Experten Vistesen./jkr/mis
AXC0138 2026-01-07/12:01
Autor:  - dpa-AFX
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