| Grönländer fürchten nach Trump-Drohungen um ihr Land |
| 07.01.2026 12:04:00 |
Die Grönländerinnen und Grönländer wollen nur eins:
Auf ihrer Arktisinsel, weit weg von allem anderen, in Frieden leben.
Doch seit die USA Besitzansprüche auf ihr Land angemeldet haben,
kommen die Menschen dort nicht zur Ruhe. Mit den jüngsten Drohungen
von US-Präsident Donald Trump in den vergangenen Tagen, die Insel
annektieren zu wollen, scheint die Gefahr konkreter zu werden - und
die Sorge der Grönländer wächst.
"Die letzten Tage waren sehr, sehr schwierig - und emotional
aufwühlend", sagte die Grönländerin Pitsi Karolussen dem dänischen
Fernsehen in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. Viele ihrer
Landsleute seien besorgt und machten sich Gedanken um die Zukunft
der Insel. "Mir gehen so viele Dinge durch den Kopf. Andererseits
versuche ich auch, ruhig zu bleiben, weil wir nicht wissen, was
passieren wird."
Grönländer in Nuuk: "Ich will nicht Amerikaner sein."
Das Verhältnis der Grönländer zu Dänemark ist nicht einfach. Bis
1953 war die Insel eine dänische Kolonie. Noch immer ist sie Teil
des dänischen Königreichs - inzwischen aber weitgehend autonom. Zu
den USA gehören will ein Großteil der Grönländer aber auch nicht.
"Ich verstehe nicht, warum Trump denkt, dass wir ein Teil von
Amerika werden sollten", sagte Erik Kuitse aus Nuuk dem dänischen
Rundfunk. "Ich will nicht Amerikaner sein. Ich bin Grönländer mit
einer Verbindung zu Dänemark, und das ist völlig in Ordnung so."
Die US-Regierung hat ihre Drohungen in Bezug auf Grönland zuletzt
massiv verschärft. Das Weiße Haus schließt einen Militäreinsatz
ausdrücklich nicht aus, während der Außenminister Berichten zufolge
von einem Kauf der Arktisinsel spricht. Die Unsicherheit beunruhigt
Grönländer wie Pitsi Karolussen: "Wir wollen uns hier in unserem
Land sicher fühlen können."/wbj/DP/nas
AXC0141 2026-01-07/12:04
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Autor: - dpa-AFX
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