| Rentenkommission soll bis Mitte des Jahres liefern |
| 07.01.2026 14:45:00 |
Eine Kommission der Bundesregierung hat ihre
Arbeit zum geplanten Großprojekt einer Reform von Rente und
Alterssicherung in Deutschland aufgenommen. Die Mitglieder nahmen
unmittelbar nach der Ernennung durch Ministerin Bärbel Bas (SPD)
ihre Arbeit auf, wie das Ministerium in Berlin mitteilte. "Die
Kommission wird zum Ende des zweiten Quartals 2026 Vorschläge für
Reformen in der Alterssicherung vorlegen", bekräftigte die
Regierung.
Bas, die zugleich SPD-Chefin ist, wurde mit den Worten zitiert, die
Alterssicherung solle "auch in den kommenden Jahrzehnten stabil,
gerecht und nachhaltig" bleiben. Die Mitglieder der Kommission
würden "offen über alle Vorschläge sprechen". Die Vorschläge sollen
demnach die gesetzliche Rente sowie die betriebliche und private
Vorsorge betreffen.
Kontroverse Vorstellungen
Das Gremium wird geleitet von der Sozialrechtsprofessorin Constanze
Janda auf Vorschlag der SPD und von Frank-Jürgen Weise, dem früheren
Chef der Bundesagentur für Arbeit, auf Vorschlag der Union. Die drei
Vertreterinnen und Vertreter der Koalitionsfraktionen in dem Gremium
sowie die weiteren acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
sind teilweise für sehr unterschiedliche Reformforderungen bekannt.
So ist in der Kommission auch der als "Rentenrebell" in die
Öffentlichkeit getretene Chef der Jungen Gruppe in der
Unionsfraktion, Pascal Reddig (CDU), dabei. Er hatte das jüngste
Rentengesetz von Bas abgelehnt, während Kommissionsmitglied Annika
Klose dafür gekämpft hatte. Sie ist in der SPD-Fraktion Sprecherin
der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales.
Milliardenkosten für den Staat
Mit dem Gesetz auf Basis einer Koalitionseinigung wurde unter
anderem das Absicherungsniveau der Rente auch für die kommenden
Jahre festgeschrieben. Dafür war die SPD eingetreten. Der Schritt
zugunsten künftiger Rentnerinnen und Rentner kostet den
Bundeshaushalt in Zukunft Milliardensummen, weshalb sich die jungen
Unionsabgeordneten dagegen gewandt hatten. Das Rentenpaket wurde
erst nach heftigem Ringen vor Weihnachten beschlossen.
Parallel dazu hatte schon die Debatte über künftige Reformen Fahrt
aufgenommen. Ökonomen warnen, die staatlichen Ausgaben für die
Rentenversicherung wüchsen durch die schwarz-roten Rentengesetze und
die immer zahlreicheren Babyboomer immer weiter. Lauter wurde
zuletzt der Ruf nach einer Anhebung der Lebensarbeitszeit. So hält
es Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) laut "Bild am
Sonntag"-Interview für nötig, dass Deutschland "generell in der
Lebenszeit" länger arbeitet.
Prüfaufträge an die Kommission
Besorgt zeigen sich die Gewerkschaften. Nach Verdi kritisiert nun
auch die IG Metall die Stoßrichtung vieler Vorschläge. "Die
Rentenkommission darf nicht zu einer Kürzungskommission werden", so
Hans-Jürgen Urban vom IG-Metall-Vorstand. Verdi-Chef Frank Werneke
hatte in einem Jahreswechsel-Interview der Deutschen Presse-Agentur
gesagt, die Prüfaufträge der Koalition an das Gremium seien
überwiegend bedrohlich - etwa ob Renten künftig nur noch mit der
Inflation statt wie die allgemeinen Einkommen steigen sollten. Dann
würden die Renten nicht mehr Schritt halten mit den Lohnzuwächsen,
warnte Werneke./bw/DP/nas
AXC0184 2026-01-07/14:45
|
Autor: - dpa-AFX
|
| Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. |
|
|
| DAX | 25.127,46 | 5,20 | 0,02% |
| TecDax | 3.780,05 | -15,66 | -0,41% |
| MDAX | 32.083,03 | 18,39 | 0,06% |
| Dow Jones (EOD) | 48.996,08 | -466,00 | -0,94% |
| Nasdaq 100 | 25.485,38 | -168,52 | -0,66% |
| S & P 500 (EOD) | 6.920,93 | -23,89 | -0,34% |
| SMI | 13.350,82 | 26,79 | 0,20% |
|
| EUR/US$ | 1,1647 | -0,00 | -0,24% |
| EUR/Yen | 182,7060 | -0,33 | -0,18% |
| EUR/CHF | 0,9315 | 0,00 | -0,00% |
| EUR/Brit. Pfund | 0,8674 | -0,00 | -0,02% |
| Yen/US$ | 0,0064 | 0,00 | -0,11% |
| CHF/US$ | 1,2503 | -0,00 | -0,26% |
|
| baha Brent Indication | 61,97 | 1,31 | 2,16% |
| Gold | 4.431,79 | -12,03 | -0,27% |
| Silber | 75,38 | -3,56 | -4,51% |
| Platin | 2.202,78 | -113,94 | -4,92% |
| |
|
|