| Wiener Börse - ATX verliert 0,10 Prozent / Nach jüngster Rekordgewinnserie beim heimischen Leitindex |
| 07.01.2026 17:48:00 |
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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Kursveränderungen von Einzelwerten
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Die Wiener Börse hat am Mittwoch mit etwas
leichterer Tendenz den Handel beendet. Der ATX kam um dünne 0,10
Prozent auf 5.410,14 Einheiten zurück, nachdem der heimische
Leitindex zuvor eine Rekordgewinnserie von zwölf Plustagen in Folge
absolviert hatte. Damit hatte der ATX am Dienstag die bisher längste
Gewinnserie aus dem Frühjahr 1991 eingestellt, dem Anfangsjahr der
Indexberechnung.
An den europäischen Leitbörsen gab es am Berichtstag keinen
einheitlichen Richtungstrend zu sehen. In Frankfurt konnte der DAX
erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 25.000 Punkten
klettern.
Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene eine sehr
dünne Meldungslage vor. Auf dem ATX lasteten am Berichtstag vor
allem die Kursverluste der schwergewichteten Banken. BAWAG
verbilligten sich um 1,1 Prozent. Erste Group sanken um 0,7 Prozent
und die Aktionäre der Raiffeisen Bank International mussten ein
Minus von 2,4 Prozent verbuchen.
Die OMV-Titel fielen unter den weiteren Schwergewichten um 2,2
Prozent. Europaweit standen die Ölwerte wegen erneut rückläufiger
Rohölnotierungen unter Druck. Experten begründeten den Preisrückgang
mit der Erwartung eines möglicherweise bald steigenden Angebots aus
dem ölreichen südamerikanischen Land Venezuela.
Eine Meldung konnte die OMV-Aktie in Wien nicht unterstützen. Die
Republik Österreich hat der OMV für die geplante
Wasserstoff-Elektrolyseanlage in Bruck an der Leitha eine Förderung
von bis zu 123 Mio. Euro zugesagt. Die Anlage soll bis Ende 2027 in
Betrieb gehen, 140 Megawatt Elektrolyseleistung erreichen und
jährlich bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff für industrielle
Anwendungen erzeugen. OMV-Chef Alfred Stern sieht darin ein "starkes
Signal für die Zukunft der nachhaltigen Energieversorgung" in
Österreich.
voestalpine gewannen hingegen in einem starken Sektor 3,1
Prozent. Die Verbund-Anteilsscheine steigerten sich um deutliche
drei Prozent. Im Versicherungsbereich schwächten sich Vienna
Insurance Group um 1,6 Prozent ab.
Klar nach oben ging es für Immobilienwerte. CA Immo bauten ein
Plus von 4,9 Prozent. CPI Europe steigerten sich um 2,7 Prozent.
Im Blickfeld standen auf fundamentaler Ebene publizierte
Preisdaten aus dem Euroraum. Die Inflation in der Eurozone ist Ende
2025 wie erwartet gesunken. Waren und Dienstleistungen verteuerten
sich im Dezember um durchschnittlich 2,0 Prozent im Vergleich zum
Vorjahresmonat. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen
hatten damit gerechnet, nachdem die Teuerung im November bei 2,1
Prozent gelegen war.
Die Inflation in Österreich schwächt sich ab, bleibt aber weiter
deutlich höher als im Rest der Eurozone. Im Dezember betrug die
Teuerungsrate 3,8 Prozent, teilte die Statistik Austria mit. Sie
liegt damit erstmals seit Juli 2025 wieder unter vier Prozent.
Die in den USA veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen verfehlten die
Prognosen. Die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft der
USA ist Ende des vergangenen Jahres etwas unter den Prognosen
gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat legte ihre Anzahl um 41.000 zu,
wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP mitteilte. Volkswirte hatten
im Schnitt einen etwas stärkeren Anstieg um 50.000 Stellen erwartet.
ste/sto
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/ste/sto
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