| Aktien Wien Schluss: ATX verliert leicht |
| 07.01.2026 18:02:00 |
Die Wiener Börse hat am Mittwoch mit etwas
leichterer Tendenz den Handel beendet. Der ATX verlor
dünne 0,10 Prozent auf 5.410,14 Punkte, nachdem der österreichische
Leitindex zuvor eine Rekordgewinnserie von zwölf Plustagen in Folge
absolviert hatte. Damit hatte der ATX am Dienstag die bisher längste
Gewinnserie aus dem Frühjahr 1991 eingestellt, dem Anfangsjahr der
Indexberechnung.
An den europäischen Leitbörsen gab es am Berichtstag keinen
einheitlichen Richtungstrend zu sehen. In Frankfurt konnte der Dax
erstmals in seiner Geschichte über die Marke von
25.000 Punkten klettern.
Am Wiener Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene eine sehr dünne
Meldungslage vor. Auf dem ATX lasteten am Berichtstag vor allem die
Kursverluste der schwergewichteten Banken. Bawag
verbilligten sich um 1,1 Prozent. Erste Group sanken
um 0,7 Prozent und die Aktionäre der Raiffeisen Bank International
mussten ein Minus von 2,4 Prozent verbuchen.
Die OMV -Titel fielen unter den weiteren
Schwergewichten um 2,2 Prozent. Europaweit standen die Ölwerte wegen
erneut rückläufiger Rohölnotierungen unter Druck. Experten
begründeten den Preisrückgang mit der Erwartung eines möglicherweise
bald steigenden Angebots aus dem ölreichen südamerikanischen Land
Venezuela.
Eine Meldung konnte die OMV-Aktie in Wien nicht stützen. Die
Republik Österreich hat der OMV für die geplante
Wasserstoff-Elektrolyseanlage in Bruck an der Leitha eine Förderung
von bis zu 123 Millionen Euro zugesagt. Die Anlage soll bis Ende
2027 in Betrieb gehen, 140 Megawatt Elektrolyseleistung erreichen
und jährlich bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff für
industrielle Anwendungen erzeugen. OMV-Chef Alfred Stern sieht darin
ein "starkes Signal für die Zukunft der nachhaltigen
Energieversorgung" in Österreich.
Voestalpine gewannen in einem starken Sektor 3,1
Prozent. Die Verbund-Anteilsscheine steigerten sich
um deutliche drei Prozent. Im Versicherungsbereich schwächten sich
Vienna Insurance Group (VIG) um 1,6 Prozent ab.
Klar nach oben ging es für Immobilienwerte. CA Immo
bauten ein Plus von 4,9 Prozent. CPI Europe
steigerten sich um 2,7 Prozent.
Im Blickfeld standen auf fundamentaler Ebene publizierte Preisdaten
aus dem Euroraum. Die Inflation in der Eurozone ist Ende 2025 wie
erwartet gesunken. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im
Dezember um durchschnittlich 2,0 Prozent im Vergleich zum
Vorjahresmonat. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen
hatten damit gerechnet, nachdem die Teuerung im November bei 2,1
Prozent gelegen war.
Die Inflation in Österreich schwächt sich ab, bleibt aber weiter
deutlich höher als im Rest der Eurozone. Im Dezember betrug die
Teuerungsrate 3,8 Prozent, teilte die Statistik Austria mit. Sie
liegt damit erstmals seit Juli 2025 wieder unter vier Prozent.
Die in den USA veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen verfehlten die
Prognosen. Die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft der
USA ist Ende des vergangenen Jahres etwas unter den Prognosen
gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat legte ihre Anzahl um 41.000 zu,
wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP mitteilte. Volkswirte hatten
im Schnitt einen etwas stärkeren Anstieg um 50.000 Stellen
erwartet./ste/sto/APA/men
ISIN AT0000999982
AXC0243 2026-01-07/18:02
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Autor: - dpa-AFX
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