| ROUNDUP/'Traum-Militär': Trump will US-Waffenproduktion ankurbeln |
| 08.01.2026 06:35:00 |
US-Präsident Donald Trump kritisiert eine aus
seiner Sicht schleppende Produktion in den US-Rüstungsunternehmen
und übt Druck auf die Industrie aus. Der Republikaner will bis auf
weiteres Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe verbieten. Die
Maßnahmen, über die für gewöhnlich Kapital zu den Aktionären
zurückfließt, erfolgten "auf Kosten und zum Nachteil von
Investitionen in Produktionsanlagen und Ausrüstung", schrieb Trump
auf der Plattform Truth Social.
Nach seiner Vorstellung sollen Manager solcher Unternehmen zudem
nicht mehr als fünf Millionen US-Dollar (rund 4,27 Millionen Euro)
pro Jahr verdienen dürfen. So will Trump ein Einlenken bewirken.
Zunächst war unklar, wie der US-Präsident die Verbote durchsetzen
möchte und ob er überhaupt derartige Vorhaben in die Tat umsetzen
darf. Er erließ am Mittwoch eine Anordnung, in der es hieß: "Unsere
Nation kann nur dann in Frieden leben, wenn wir Stärke bewahren."
Trump kritisierte, die Rüstungsindustrie habe in den vergangenen
Jahren falsche Prioritäten gesetzt - sie sei verleitet worden, die
Renditen für Investoren "über die Bedürfnisse unserer Soldaten zu
stellen".
Prinzip "Frieden durch Stärke" - "Traum-Militär"
Die zweite Amtszeit Trumps - er ist am 20. Januar ein Jahr im Amt -
ist geprägt von einem starken Fokus auf Militäreinsätzen und dem
Prinzip "Frieden durch Stärke". Das Verteidigungsministerium ist in
"Kriegsministerium" umbenannt worden. Zuletzt hatten die USA in
einer Militäroperation den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro
gefangengenommen. Sie werfen ihm vor, die USA mit Drogen
überschwemmt zu haben.
Trump: mehr Militärbudget im Jahr 2027
Trump schrieb außerdem auf Truth Social, dass das Militärbudget für
das Jahr 2027 nicht auf 1 Billion Dollar (gut 850 Milliarden Euro),
sondern auf 1,5 Billionen Dollar festgesetzt werden solle. Für das
Haushaltsjahr 2026 sind rund 900 Milliarden Dollar vorgesehen. Trump
spricht von einem "Traum-Militär", das man aufbauen wolle.
Der US-Präsident forderte, dass "neue und moderne"
Produktionsanlagen gebaut werden müssten - "sowohl für die Lieferung
und Wartung dieser wichtigen Ausrüstung als auch für die Herstellung
der neuesten Modelle zukünftiger Militärausrüstung". Sobald die
"Probleme" gelöst seien, wolle er Dividendenausschüttungen und
Aktienrückkäufe wieder genehmigen und die Deckelung von
Managergehältern aufheben.
Für gewöhnlich dienen Dividendenausschüttungen und Aktienkäufe dazu,
Anlegern Investitionen in Unternehmen attraktiver zu gestalten,
überschüssiges Kapital an Aktionäre zurückzugeben und den Aktienkurs
der Unternehmen zu stützen. Kritiker monieren dagegen, dass dadurch
Mittel für langfristige Investitionen, Forschung oder den Ausbau von
Produktionskapazitäten fehlen können./ngu/DP/zb
ISIN US3695501086 US5398301094 US75513E1010 US6668071029 US0970231058
AXC0038 2026-01-08/06:35
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Autor: - dpa-AFX
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