| Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise wenig bewegt / Fokus liegt weiter auf Venezuela - Goldpreis etwas schwächer |
| 08.01.2026 10:36:00 |
Nach den jüngsten Rückgängen infolge der
US-Aktionen gegen Venezuela haben sich die Ölpreise am Donnerstag
stabilisiert. Zuletzt notierten sie etwas tiefer, aber noch
innerhalb der Handelsspanne des Vortages.
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im
März kostet am Vormittag 60,24 US-Dollar und damit 0,3 Prozent
weniger als zum Vortagesschluss. Der Preis für ein Barrel der
US-Sorte WTI zur Lieferung im Februar fiel um 0,4 Prozent auf 56,26
Dollar.
Spekulationen auf ein schon bald steigendes Angebot von Rohöl aus
Venezuela hatten die Preise zuletzt belastet - in einem Markt, in
dem die Preise wegen hoher Fördermengen vieler Ölstaaten ohnehin
schon länger unter Druck stehen. So hatten die USA nur wenige Tage
nach dem US-Militäreinsatz in Caracas direkt in die Ölindustrie
Venezuelas eingegriffen: Das südamerikanische Land werde zwischen 30
und 50 Millionen Barrel an sanktioniertem Öl an die USA liefern,
hatte US-Präsident Donald Trump am Dienstag angekündigt.
Die staatliche Ölgesellschaft Petroleos de Venezuela SA (PDVSA)
gab mittlerweile bekannt, dass sie mit Washington über den Verkauf
von Rohöl verhandelt. Dabei soll sich am Abkommen mit Chevron
orientiert werden, dem einzigen großen US-Ölmulti, der in dem Land
tätig ist. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" würden die
USA im Rahmen dieses Plans eine gewisse Kontrolle über PDVSA
erhalten.
Mit dem US-Eingreifen in Venezuela geht auch der Konflikt
zwischen den USA und China in eine neue Runde. "Die Umleitung und
Umverteilung der venezolanischen Ölströme dürfte mittelfristig ein
zentrales Thema sein", erklärte Vandana Hari vom
Marktanalyseunternehmen Vanda Insights auf Bloomberg TV. "Eine der
am stärksten betroffenen Parteien wird dabei definitiv China sein."
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder
(OPEC) ist gefallen. Wie das OPEC-Sekretariat am Donnerstag in Wien
mitteilte, betrug der Korbpreis am Mittwoch 58,51 US-Dollar je
Barrel (159 Liter), nach 59,61 Dollar am Dienstag. Die OPEC
berechnet den Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des
Kartells.
Der Goldpreis tendierte schwächer. Eine Feinunze (31,1 Gramm)
kostete zuletzt 4.430,40 Dollar und damit 0,48 Prozent weniger als
am Mittwoch.
spa/ste
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Autor: - APA/dpa-AFX/spa/ste
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