| Wiener Börse (Mittag) - ATX setzt Konsolidierung fort / Leitindex verliert 0,7 Prozent - Warten auf US-Arbeitsmarktdaten |
| 08.01.2026 11:56:00 |
Die Wiener Börse hat am Donnerstag an die
Vortageskonsolidierung angeknüpft. Gegen Mittag notierte der ATX bei
5.372 Punkten und damit 0,71 Prozent unter dem Vortagesschluss. Der
ATX Prime verlor 0,67 Prozent auf 2.671 Zähler. Das europäische
Umfeld zeigte sich überwiegend mit moderaten Abgaben.
Zur Wochenmitte hatte der ATX erstmals mit einem leichten
Abschlag geschlossen, nachdem er zuvor im Zuge seiner starken
Jahresendrally zwölf Gewinntage in Folge verzeichnet hatte. Am
Berichtstag dürften sich die Anleger einerseits mit Blick auf den
morgen anstehenden US-Arbeitsmarktbericht zurückhalten. Zudem sorgte
Trump mit Aussagen zu Immobilienkäufen und zur Rüstungsindustrie für
Verunsicherung unter Investoren.
Einerseits kündigte Trump an, dass große Finanzinvestoren
zukünftig keine Einfamilienhäuser mehr kaufen dürfen. Aufgrund der
aus seiner Sicht zu langsamen Aufrüstung will Trump zudem
Verteidigungs- und Rüstungsunternehmen des Landes bis auf Weiteres
Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe verbieten.
Etwas Unterstützung gaben hingegen Daten aus der deutschen
Industrie. So stiegen die Auftragseingänge für das verarbeitende
Gewerbe um deutliche 5,6 Prozent im Vergleich zum Oktober, wobei es
bereits in den zwei Monaten zuvor deutliche Zuwächse bei den
Neubestellungen gegeben hatte. "Der leichte Aufwärtstrend der
vergangenen Monate scheint sich zu bestätigen. Die Talsohle dürfte
durchschritten sein", freute sich denn auch Volkswirt Marc
Schattenberg von Deutsche Bank Research über die "endlich einmal
wieder guten Nachrichten für die Industrie".
Während die Meldungslage am heimischen Markt unternehmensseitig
weitgehend ruhig blieb, nahmen die Anleger bei einigen der besten
Aktien des Vorjahres Gewinne mit. So gaben AT&S und voestalpine 6,2
respektive 2,3 Prozent ab, während die Bauwerte Strabag und Porr
jeweils rund eineinhalb Prozent einbüßten.
Unter den besten Werten im ATX Prime waren inzwischen Frequentis
mit einem Zuwachs von 1,5 Prozent. Europaweit profitierten
Rüstungswerte von den Aussagen Trumps, wonach er eine deutliche
Anhebung des Rüstungsbudgets plane. Frequentis entwickelt unter
anderem Lösungen zur Luftraumüberwachung.
spa/ste
ISIN AT0000999982
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Autor: - APA/spa/ste
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